Einige Selmer - so auch Marktmeister Franz-Josef Raubuch - haben sich zur Frage geäußert, wie sie zu einer möglichen Impfpflicht stehen. © Berkel, Niklas
Coronavirus

Video-Umfrage: Wie stehen die Selmer zu einer möglichen Impfpflicht?

Erste Politiker der Region haben sich für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. Aber was denken die Selmer darüber? Wir haben beim Wochenmarkt nachgefragt.

Mario Löhr hat sich für eine Impfpflicht ausgesprochen. Der ehemalige Selmer Bürgermeister und jetzige Landrat des Kreises Unna sagte, dass er „nach zwei Jahren harter Einschränkungen für alle und einem Jahr eindringlicher Appelle zum Impfen“ keine Alternativen dazu sehe. Aber was sagen die Selmer Bürger zu einer möglichen Impflicht? Wir haben uns auf dem Marktplatz vor dem Bürgerhaus umgehört.

Die Mehrheit der befragten Bürger sprach sich dabei für eine Impflicht aus. So auch der Marktmeister Franz-Josef Raubuch: „Eine Impfpflicht muss sein, ohne wenn und aber. Und wer das nicht macht, muss auch mit den Konsequenzen rechnen.“ Die Solidarität stehe für ihn im Vordergrund, um die Gesellschaft vor der Krankheit zu schützen.

So sieht es auch eine weitere Bürgerin, die namentlich anonym bleiben möchte. „Ich bin für eine Impfpflicht, weil es mittlerweile nötig ist. Es gibt auch eine neue Variante aus Südafrika. Deshalb halte ich es für erforderlich, um die Krankhäuser und Intensivstationen zu entlasten.“

Anders sieht es Werner Glitza, der einen Foodtruck betreibt. „Ich persönlich bin gegen eine Impfpflicht. Jeder erwachsene Mensch sollte wissen, ob er sich impfen lässt oder nicht und sollte selber entscheiden, was er in seinen Körper spritzt und was nicht.“

Die Mehrheit der Bürger des Landes spricht sich mittlerweile für eine Impfpflicht aus, das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. 69 Prozent befürworteten dementsprechend eine verpflichtende Immunisierung. 23 Prozent würden diese ablehnen.

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Niklas Berkel

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