Viele Infos, die man zum Älterwerden braucht

Pflegemesse im Bürgerhaus

Ist Selm ein guter Ort zum Altwerden? Fragt man diejenigen, die am Freitag bei der 2. Pflegemesse des Caritasverbandes im Bürgerhaus waren, sehr wohl: Sie hatten Stände aufgestellt, auch Kooperationspartner wie Apotheken, Augenoptiker und Hörgeräteakustiker waren da, um ihr Angebot vorzustellen.

SELM

, 20.05.2016 / Lesedauer: 3 min
Viele Infos, die man zum Älterwerden braucht

Sie arbeiten gar nicht bei der Polizei, geben aber Rat und Hilfe: Wolf-Dietrich Krause (hinten) und Franz Bröer (r.) geben den Senioren Hilfestellung zum Thema Sicherheit. Hier beraten sie Adele Steuer (77) aus Selm zum Thema Einbruchsschutz. Sie sagt: "Immer, wenn ich raus gehe, schließe ich die Tür ab."

Ist Selm ein guter Ort, um alt zu werden? Wenn man diejenigen fragt, die am Freitag bei der 2. Pflegemesse des Caritasverbandes im Bürgerhaus waren, dann sehr wohl: Sie hatten im großen Saal Stände aufgestellt, auch Kooperationspartner wie die Apotheken, Augenoptiker und Hörgeräteakustiker waren da, um ihr Angebot vorzustellen. 

Es gab Rat und Hilfe durch ehrenamtliche Sicherheitsberater – und zwei junge Menschen, die ganz neu sind im Pflege-Geschäft.

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So sah es bei der Selmer Pflegemesse aus

Die Selmer Pflegemesse mit allen Infos, die man zum Älterwerden braucht: Am Freitag fand sie im Bürgerhaus statt und fand unter den Selmer Bürgern großen Anklang.
20.05.2016
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Margarte Schultheis (79) aus Selm ließ sich auf der Pflegemesse über verschiedene Angebote beraten.© Foto: Tobias Weckenbrock
Diese beiden jungen Menschen machen eine Ausbildung in der Pflege: Ferri Baumert (26) und Chantalle Götz (19) sind zwei von zurzeit 41 Auszubildenden beim Caritasverband Lünen-Selm-Werne.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sie arbeiten gar nicht bei der Polizei, geben aber Rat und Hilfe: Wolf-Dietrich Krause (hinten) und Franz Bröer (r.) geben den Senioren Hilfestellung zum Thema Sicherheit. Hier beraten sie Adele Steuer (77) aus Selm zum Thema Einbruchsschutz. Sie sagt: "Immer, wenn ich raus gehe, schließe ich die Tür ab."© Foto: Tobias Weckenbrock
Angenehm: Antonius Schultheis (85) lässt sich die Hände am Stand der Bärenapotheke von Angelika Pelkheit massieren, die für die Kundenkontaktpflege zuständig ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Angenehm: Antonius Schultheis (85) lässt sich die Hände am Stand der Bärenapotheke von Angelika Pelkheit massieren, die für die Kundenkontaktpflege zuständig ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Mit bunten Plakaten wurde beispielsweise zum Thema Pflegestufe informiert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Angenehm: Antonius Schultheis (85) lässt sich die Hände am Stand der Bärenapotheke von Angelika Pelkheit massieren, die für die Kundenkontaktpflege zuständig ist.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sie arbeiten gar nicht bei der Polizei, geben aber Rat und Hilfe: Wolf-Dietrich Krause (hinten) und Franz Bröer (r.) geben den Senioren Hilfestellung zum Thema Sicherheit. Hier beraten sie Adele Steuer (77) aus Selm zum Thema Einbruchsschutz. Sie sagt: "Immer, wenn ich raus gehe, schließe ich die Tür ab."© Foto: Tobias Weckenbrock
Diese beiden jungen Menschen machen eine Ausbildung in der Pflege: Ferri Baumert (26) und Chantalle Götz (19) sind zwei von zurzeit 41 Auszubildenden beim Caritasverband Lünen-Selm-Werne.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Selm

Henrik Nagel-Fellerhoff, Bereichsleiter bei der Caritas, und Hans-Peter Benstein, der Vorstand des Verbandes, sind „alte Hasen“ in diesem Bereich. Bei einem Rundgang durch den Saal im Bürgerhaus weisen sie auf die Dinge hin, die die Caritas in Selm anbietet. 

Über den angedachten Standort Marktplatz Bork wollen sie dabei noch nicht sprechen: Die Planungen laufen intensiv weiter, aber für die Veröffentlichung der detaillierten Pläne und Ideen sei es einfach noch zu früh, sagt Benstein auf Anfrage.

Drang zu helfen

An einem Stand in den roten Caritas-T-Shirts stehen Chantalle Götz (19) und Ferri Baumert (26): Sie absolvieren als zwei von 41 Menschen gerade eine Ausbildung zur Pflegefachkraft – einen Beruf, den sie gern machen. „Ich habe den Drang, mich zu kümmern und Menschen zu helfen“, sagt Chantalle Götz aus Oberaden.

Gefühle wie Ekel empfinde sie nicht bei der zum Teil sehr intimen Arbeit. Ferri Baumert weist auf die körperlichen Anstrengungen hin, die der Beruf mit sich bringt. Aber dennoch bereue er es nicht, dass er nach einer Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau noch eine weitere Ausbildung mache – „an keinem Tage bisher“, sagte er im RN-Interview.

Während sich Antonius Schultheis (85) an einem Stand der Bärenapotheke von Angelika Pelkeit die Handflächen massieren lässt und seine Frau Margarete sich an einem anderen Stand unterhält, sprechen Franz Bröer und Wolf-Dietrich Krause mit Adele Steuer (77) aus Selm über die Sicherheit: Sie sind ehrenamtlich im Projekt „Senioren helfen Senioren“ der Kreispolizei engagiert.

Warnung vor dem Enkeltrick

Krause sagt, dass 2015 über den „Enkeltrick“ in NRW 6 Millionen Euro bei älteren Menschen ergaunert worden sei. „Immer, wenn ich raus gehe, schließe ich die Tür richtig ab“, sagt Adele Steuer. „Richtig so“, sagt Franz Bröer und gibt ihr eine Infobroschüre mit. 

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