Vier mal erwischt: Schwarzfahrten brachten dem Selmer Ärger mit der Justiz

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Ohne Ticket mit der Bahn von Lünen nach Selm: Ein Selmer wurde bei solchen Schwarzfahrten mehrmals erwischt. Jetzt musste er sich dafür vor Gericht verantworten. Von ihm fehlte allerdings jede Spur.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 17.08.2020, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotz seiner einschlägigen Vergangenheit packte einen Selmer offenbar erneut die „Reiselust“, er stieg in Züge, ohne zuvor in Tickets zu investieren und wurde vier Mal erwischt. Nun erschien der 26-Jährige erneut nicht vor Gericht. Das hat Folgen.

Schwarzfahrten brachten dem Selmer schon Ärger mit der Justiz ein, lassen wollte er es aber augenscheinlich trotzdem nicht. Laut Anklage nutzte er im vergangenen und auch in diesem Jahr in vier Fällen die Bahn von Lünen nach Selm und retour und konnte stets keinen Fahrschein vorweisen.

Richterin ordnete polizeiliche Vorführung an

Wegen dieser aktuellen Fälle des Erschleichens von Leistungen sollte sich der 26-Jährige schon mehrfach vor dem Amtsgericht Lünen verantworten. Von ihm fehlte allerdings immer jede Spur. Zuletzt ordnete die Richterin die polizeiliche Vorführung zur nächsten Verhandlung an. Und die sollte jetzt stattfinden. Doch selbst der Polizei war es nicht möglich, den jungen Mann aufzuspüren. Die Folge: Als die Sache nun aufgerufen wurde, blieb die Anklagebank ein weiteres Mal leer. Unter den Umständen blieb der Richterin nichts anderes übrig, als das Verfahren erneut auszusetzen. Um sicherzustellen, dass der Selmer zum nächsten Termin endlich einmal erscheint, erging ein Haftbefehl gegen den 26-Jährigen. Eine harte Maßnahme, die er sich leicht hätte ersparen können.

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