Vier neue Fakten zur Flüchtlingssituation in Selm

Runder Tisch

Die Notunterkunft in Bork ist zurzeit menschenleer. Und das schon seit über einer Woche. Was die Gründe dafür sind und welches neue Sicherheitskonzept die Polizei im Kreis Unna fährt, darüber wurde am Mittwoch am Runden Tisch im Amtshaus gesprochen. Vier Fakten.

BORK

, 10.12.2015, 09:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bundestagsabgeordnete Sylvia Jörrißen (CDU) aus Hamm und Einrichtungsleiter Thomas Kirschner bei einem Besuch der Notunterkunft in Bork. Jörrißen wollte sich die Einrichtung am Mittwoch anschauen. Zu diesem Zeitpunkt war die Zeltstadt gespenstisch leer.

Die Bundestagsabgeordnete Sylvia Jörrißen (CDU) aus Hamm und Einrichtungsleiter Thomas Kirschner bei einem Besuch der Notunterkunft in Bork. Jörrißen wollte sich die Einrichtung am Mittwoch anschauen. Zu diesem Zeitpunkt war die Zeltstadt gespenstisch leer.

  • Die Notunterkunft in Bork ist seit mehr als einer Woche leer. Nur die Mitarbeiter sind Tag für Tag im Einsatz. Hintergrund ist eine nötig gewordene Wartung und Aufbereitung der Wasser- und Abwasseranlage, so Einrichtungsleiter Thomas Kirschner und Bürgermeister Mario Löhr am Mittwochnachmittag am "Runden Tisch" im Amtshaus. Es gehe um Abwasserqualität, Hygiene und Frostschutz für den Winter - mehr war nicht zu erfahren. Allerdings ist die Einrichtung jetzt bereit, wieder Menschen aufzunehmen. 
  • Die Polizei ist nicht mehr dauerhaft in zwei Schichten in der Notunterkunft. Hintergrund ist auch hier die Veränderung der Arbeitsweise: Die Verweildauer der Flüchtlinge ist kurz. Da zudem in den ersten Wochen keine Vorfälle zu verzeichnen waren, und weil es inzwischen viele weitere Unterkünfte im Kreis Unna gibt, ist sie jetzt zweimal am Tag mit einer Streifenwagenbesetzung vor Ort – und rund um die Uhr verfügbar.
  • Auch die Stadt wird ihren Ordnungsdienst, der anfangs mit der Polizei in der Unterkunft und rundherum tätig war, zumindest über die Weihnachtsferien zurückfahren. Die Stadtverwaltung schließt vom 23. Dezember bis 4. Januar – auch das Ordnungsamt fährt dann das Personal zurück.
  • Die Arbeitskreise Asyl arbeiten derzeit ganz normal weiter an der Integration der fest zugewiesenen Flüchtlinge. In Bork läuft eine Spielgruppe für Asylbewerber-Kinder dreimal in der Woche. In Selm steht die Weihnachtsfeier bevor.

Der Runde Tisch ist ein Gremium aus Stadtverwaltung, Einrichtungsleitung, Polizei und Ehrenamtlichen aus der Flüchtlingshilfe, der alle paar Wochen im Amtshaus Bork zusammentrifft. Die nächste Sitzung ist wegen der Feiertage erst am 19. Januar. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt