Vorbestrafter Selmer schwänzt Gerichtsprozess

Anklage wegen Betrug

Ein Selmer Familienvater hat gewaltigen Ärger mit der Justiz. Weil er zu seiner für Dienstag anberaumten Gerichtsverhandlung in Lünen nicht erschienen ist, wird der 30-Jährige nun per Haftbefehl gesucht. Gleichzeitig wurde bekannt, dass noch in mehreren weiteren Fällen gegen den Selmer ermittelt wird.

SELM/LÜNEN

29.08.2017 / Lesedauer: 2 min

Im aktuellen Prozess sollte sich der Selmer wegen Betruges im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Wohnung verantworten. Doch als die Verhandlung um 10 Uhr aufgerufen wurde, blieb der Platz auf der Anklagebank leer. Und keiner der Anwesenden schien sich auch nur im Geringsten darüber zu wundern.

Denn schon mehrmals soll der 30-jährige Familienvater Richter und Staatsanwälte warten lassen haben. Insgesamt weist seine Vorstrafen-Akte bereits acht Eintragungen auf. Derzeit steht der Mann bereits unter laufender Bewährung.

Drei weitere Ermittlungsverfahren gegen den Selmer

Und neben dem Betrugsprozess könnte in naher Zukunft noch vieles mehr hinzukommen. Wie der Staatsanwalt am Dienstag erklärte, ist bereits eine weitere Anklageschrift wegen Beleidigung zugestellt worden. Darüber hinaus würden derzeit mehrere weitere Ermittlungsverfahren gegen den Selmer geführt. Unter anderem eins wegen Unfallflucht, eins wegen Falschaussage vor Gericht.

Wann es zu einer neuen Hauptverhandlung gegen den Geschäftsbetreiber kommt, hängt davon ab, wie schnell der Haftbefehl vollstreckt werden kann. Möglicherweise werden dann alle bis dahin vorliegenden Anklagen gemeinsam verhandelt – vielleicht dann auch schon nicht mehr vor dem Einzelrichter, sondern am Schöffengericht.

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