Waffelino-Brand beschäftigt demnächst auch den Bundesgerichtshof

Revision eingelegt

Das Feuer im Café Waffelino beschäftigt demnächst auch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Wie das Landgericht Dortmund bestätigte, wurde gegen das Urteil fristgerecht Revision eingelegt.

Selm

, 29.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Waffelino-Brand beschäftigt demnächst auch den Bundesgerichtshof

Lässt das Urteil überprüfen: Hamza K.

Besonders ist vor allem die Anzahl der Einsprüche gegen das Urteil des Dortmunder Schwurgerichts. „Es handelt sich um eine Dreifach-Revision“, sagte Landgerichts-Sprecher Thomas Jungkamp am Montag auf Anfrage. Mit Ralf Bleicher, Sebastian Kägebein und Michael Bonn hätten gleich drei Anwälte schriftlich erklärt, die Entscheidung überprüfen lassen zu wollen.

Das Dortmunder Schwurgericht hatte den Angeklagten Hamza K. nach einem langen Indizien-Prozess zu zehn Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Richter zeigten sich davon überzeugt, dass nur der frühere Inhaber selbst für den Brand in dem Café verantwortlich sein kann. Weil sich zur Tatzeit zahlreiche Menschen in dem Wohn- und Geschäftshaus aufhielten und damit potenziell in Lebensgefahr waren, lautete das Urteil auf versuchten Mord.

Ein Monat Zeit, um Einspruch zu begründen

Hamza K. hatte dagegen von Anfang an alle Schuld an dem Feuer von sich gewiesen. Er sei selbst von dem Ausbruch des Brandes überrascht worden und habe auch nicht vorgehabt, die Versicherung zu betrügen, hatten er und seine Verteidiger immer wieder erklärt.

Sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, haben die Revisionsführer einen Monat Zeit, ihren Einspruch zu begründen. Danach werden die Akten an den BGH geschickt. Eine Entscheidung ist erst in einigen Monaten zu erwarten.

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