Wahl-Unterlagen in Selm sehen aus wie Werbung

Weißer Umschlag, kein Absender

Ein weißer Briefumschlag ohne Absender, nur mit Name und Adresse des Empfängers und ''Deutsche Post Infopost''- so haben die Bürger in Selm ihre Wahlbenachrichtigungen erhalten. Sieht aus wie eine Werbesendung, fand Sven Kemmler - und ärgerte sich. Manch ein Brief sei bestimmt direkt im Müll gelandet.

SELM

, 11.05.2014, 12:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wahl-Post von der Stadt Selm: Infopost und der Adressat stehen im Adressfenster der Wahlbenachrichtigung. Ein Absender ist nicht zu erkennen. Sehr zum Ärger von Sven Kemmler.

Wahl-Post von der Stadt Selm: Infopost und der Adressat stehen im Adressfenster der Wahlbenachrichtigung. Ein Absender ist nicht zu erkennen. Sehr zum Ärger von Sven Kemmler.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So wurden die Wahl-Unterlagen in verschiedenen Kommunen verschickt

Ist das Werbung? Oder ist das Wahlpost? Das ist nicht in allen Städten der Region eindeutig zu erkennen. Eine Auswahl.
11.05.2014
/
Wahl-Post von der Stadt Selm: Infopost und der Adressat stehen im Adressfenster der Wahlbenachrichtigung. Ein Absender ist nicht zu erkennen. Sehr zum Ärger von Sven Kemmler.© Foto: Jessica Bader
So sieht die Wahlbenachrichtigung der Stadt Lünen aus. Dort steckte die Wahlbenachrichtigung für den 25. Mai in einem gelben Umschlag. In Rot steht „Wahlbenachrichtigung“ darauf geschrieben, auch die Stadt als Absender ist erkennbar. „Das fällt definitiv ins Auge“, sagt Matthias Bork vom Wahlorganisationsteam in Lünen.
In Lünen hatten die Verantwortlichen Bedenken, einen weißen Briefumschlag zu verwenden. Die Stadt habe schlechte Erfahrungen mit der weißen Karte als Benachrichtigung gemacht, so Bork. „Das muss farblich unterscheidbar sein von der vielen Werbung“, sagt Bork. In diesem Jahr habe es nun mit dem gelben Umschlag kaum Anrufer gegeben, die ihre Wahlbenachrichtigung im Briefkasten übersehen oder versehentlich weggeschmissen hätten.© Foto: Beate Rottgardt
Erstmals hat auch Werne in diesem Jahr einen Brief statt einer Karte als Wahlbenachrichtigung verschickt. Bei den vielen Informationen sei ein Brief besser lesbar für die Bürger, sagt Marion Eilert vom Werner Wahlamt. Der Umschlag dort ist grau-weiß, der Inhalt ist außen aufgedruckt: »Inhalt: Wahlbenachrichtigung, Europawahl, Kommunalwahl«.© Foto: Jörg Heckenkamp
Eine einfache Karte - so sieht die Wahlbenachrichtigung in einigen Städten aus, in Dortmund ebenso wie in Lüdinghausen im Münsterland. In Selm allerdings hieß es: Für all die Wahlen am 25. Mai 2014 seien es zu viele Infos. Deshalb könne die Benachrichtung nicht per Postkarte, sondern per Brief verschickt werden.© Foto: Björn Althoff
Die Wahlbenachrichtigung aus Schwerte. Auch hier ist der Schiftzug eindeutig - und einen Absender gibt es auch im Sichtfeld.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So wurden die Wahl-Unterlagen in verschiedenen Kommunen verschickt

Ist das Werbung? Oder ist das Wahlpost? Das ist nicht in allen Städten der Region eindeutig zu erkennen. Eine Auswahl.
11.05.2014
/
Wahl-Post von der Stadt Selm: Infopost und der Adressat stehen im Adressfenster der Wahlbenachrichtigung. Ein Absender ist nicht zu erkennen. Sehr zum Ärger von Sven Kemmler.© Foto: Jessica Bader
So sieht die Wahlbenachrichtigung der Stadt Lünen aus. Dort steckte die Wahlbenachrichtigung für den 25. Mai in einem gelben Umschlag. In Rot steht „Wahlbenachrichtigung“ darauf geschrieben, auch die Stadt als Absender ist erkennbar. „Das fällt definitiv ins Auge“, sagt Matthias Bork vom Wahlorganisationsteam in Lünen.
In Lünen hatten die Verantwortlichen Bedenken, einen weißen Briefumschlag zu verwenden. Die Stadt habe schlechte Erfahrungen mit der weißen Karte als Benachrichtigung gemacht, so Bork. „Das muss farblich unterscheidbar sein von der vielen Werbung“, sagt Bork. In diesem Jahr habe es nun mit dem gelben Umschlag kaum Anrufer gegeben, die ihre Wahlbenachrichtigung im Briefkasten übersehen oder versehentlich weggeschmissen hätten.© Foto: Beate Rottgardt
Erstmals hat auch Werne in diesem Jahr einen Brief statt einer Karte als Wahlbenachrichtigung verschickt. Bei den vielen Informationen sei ein Brief besser lesbar für die Bürger, sagt Marion Eilert vom Werner Wahlamt. Der Umschlag dort ist grau-weiß, der Inhalt ist außen aufgedruckt: »Inhalt: Wahlbenachrichtigung, Europawahl, Kommunalwahl«.© Foto: Jörg Heckenkamp
Eine einfache Karte - so sieht die Wahlbenachrichtigung in einigen Städten aus, in Dortmund ebenso wie in Lüdinghausen im Münsterland. In Selm allerdings hieß es: Für all die Wahlen am 25. Mai 2014 seien es zu viele Infos. Deshalb könne die Benachrichtung nicht per Postkarte, sondern per Brief verschickt werden.© Foto: Björn Althoff
Die Wahlbenachrichtigung aus Schwerte. Auch hier ist der Schiftzug eindeutig - und einen Absender gibt es auch im Sichtfeld.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte

Bei der vergangenen Wahl hatte die Stadt Selm die Benachrichtigung noch als Karte verschickt. In diesem Jahr habe man sich für einen Brief entschieden, sagt Georg Hillmeister, bei der Stadt zuständig für die Wahl. Der Grund: Am 25. Mai ist Kommunal- und Europawahl, auch der Landrat wird gewählt. So viele Informationen hätten nur schwer auf eine Karte gepasst, sagt Hillmeister. „Dann hätte es Beschwerden gegeben, dass es zu klein geschrieben ist.“ Mit dem Brief bekomme man die Informationen besser unter.

Den Brief habe die Stadt zusammen mit einem Softwarehaus erstellt, das bundesweit Wahlbenachrichtigungen erstelle, so Hillmeister. Beschwerden seien bisher nicht gekommen. Allerdings unterstreicht der Mitarbeiter der Stadt Selm: „Das ist nur eine Information.“ Jeder Wahlberechtigte könne mit seinem Personalausweis zur Wahl gehen. Auch die Briefwahl ist ohne Wahlbenachrichtigung möglich.  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt