Was mit Parkplätzen und Inventar passiert

Flüchtlingsunterkunft Bork schließt

Die Notunterkunft für Flüchtlinge im Selmer Ortsteil Bork wird Ende August endgültig geschlossen. Stichtag ist der 29. August. Nun muss geklärt werden, was mit den Zelten, dem Mobiliar und vor allem dem Parkplatz passiert, auf dem die Notunterkunft steht.

BORK

, 28.07.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was mit Parkplätzen und Inventar passiert

Die Notunterkunft in Bork steht inzwischen größtenteils leer.

Knapp ein Jahr, nachdem die Zeltstadt auf dem Gelände des Landesinstituts für Aus-, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW erstmals Flüchtlinge aufgenommen hat, ist also Schluss. Stadtsprecher Malte Woesmann bestätigte die Schließung auf Anfrage der Redaktion. 

Nach Auskunft von Benjamin Hahn, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, ist die Notunterkunft bereits komplett leer. Die bisherigen Bewohner sind laut Hahn inzwischen auf sogenannte Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) in Möhnesee, Meschede, Hemer und Wickede verteilt worden.

Bezirksregierung könnte Mobiliar übernehmen

Was mit den Zelten, den Betten und dem Mobiliar passiert, wenn die Notunterkunft geschlossen ist, dazu laufen laut Malte Woesmann derzeit Gespräche mit der Bezirksregierung Arnsberg, „um eventuell Mobiliar aus der Notunterkunft zu übernehmen.“

Mitte August wird es zwischen Stadt, Bezirksregierung und LAFP auch ein Gespräch über die Zukunft der neu angelegten Parkplätze an der Straße Im Sundern geben. Weil die Notunterkunft auf einem Parkplatz am LAFP errichtet wurde, mussten Ersatzparkplätze für die LAFP-Studenten geschaffen werden. Ob und gegebenenfalls wie sie benötigt werden, wenn die Notunterkunft zu ist, wird Inhalt des Gesprächs sein.

Circa 330 neue Flüchtlinge am Jahresende

Mit Ende der Notunterkunft wird Selm auch wieder Flüchtlinge nicht nur kurzzeitig, sondern fest zugewiesen bekommen. Klar ist jetzt auch, wann und wie viele. Malte Woesmann:  „Nach momentanem Stand kommen wir Ende des Jahres wieder in die Zuweisung. Circa 330 Flüchtlinge würden uns dann zugewiesen werden.“ Dies solle nach seinen Informationen jedoch nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach geschehen.

Hintergrund: Weil Selm vor einem Jahr eine Notunterkunft in Bork bekommen hatte, war die Stadt insofern entlastet worden, dass Selm seitdem keine Flüchtlinge mehr fest zugewiesen wurden.

Nach dem aktuellen Sachstand ist geplant, den Großteil der neuen Flüchtlinge in einer Unterkunft unterzubringen, die auf dem Gelände der ehemaligen Disko an der Industriestraße errichtet wird.

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