Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

rnAlt Bork

Es gehört zu den markantesten Gebäuden im Borker Ortskern: das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Alt Bork. 2016 hat Eduard Dück das Haus gekauft. Jetzt geht der Umbau in die Endphase.

Bork

, 28.03.2019, 05:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Alt Bork tut sich was: Das können Passanten des Ortskerns schon seit Oktober 2018 beobachten. Seitdem nämlich haben Eduard Dück, der Eigentümer des Hauses, und sein Finanzier und Unterstützer Werner Wetekamp die Baugenehmigung, um aus der ehemaligen Gaststätte Repovs auf der Hauptstraße in Bork ein Mehrfamilienhaus zu machen. 14 Wohnungen entstehen gerade, zwei sind sogar schon fertig und bewohnt. Wir haben uns auf der Baustelle umgeschaut:

Kauf vor drei Jahren, Bauphase insgesamt nur ein Jahr
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

Bereits im Jahr 2016 hatte der Selmer Eduard Dück, der auch Bauleiter vor Ort ist, das Haus mit Unterstützung von Werner Wetekamp Andrea Repovs abgekauft. Und eigentlich sollten die neuen Wohnungen darin schon 2018 bezugsfertig sein. Aber: „Leider gab es viele Verzögerungen in der Antragstellung für den Umbau - das Haus links daneben wurde von der Stadt gekauft und musste erst abgerissen werden, um der Gaststätte nach Osten Fenster und Parkplätze zu ermöglichen“, erklärt Werner Wetekamp. Das Haus (Haupstraße 23) wurde im September 2018 abgerissen - danach erst war der Weg für die Baugenehmigung frei.

Zwei Wohnungen bereits bezogen
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

„Es wurde richtig dramatisch, als zwei Wohnungen unbedingt bezogen werden mussten, weil die eigenen vorherige Wohnung laut Verkaufsvertrag leergezogen werden musste“, erklärt Werner Wetekamp. Trotz der Dramatik hat aber alles geklappt: Zwei Bewohnerinnen leben bereits in zwei fertigen Wohnungen auf der Rückseite des Gebäudes, während der Rest noch Baustelle ist.

Zwei Erker an der Front sorgen für mehr Licht
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

An der Front des Gebäudes, die zur Hauptstraße zeigt, hat sich auch schon sichtlich etwas getan: Bauleiter und Eigentümer Eduard Dück hat hier mit seinen Mitarbeitern einen Erker gemauert - und damit mehr Licht für die dahinterliegende Wohnung geschaffen. Ein zweiter Erker wird noch hinzukommen - dort, wo einst die Fenster zur Kegelbahn waren.

Giebel und Aussehen der Fassade werden bleiben
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

Ansonsten soll sich an der Fassade des Hauses aber nichts ändern. „Wie versprochen“, so Werner Wetekamp, bliebe sie erhalten. Die Stuckaturen - zum Beispiel die kleinen braunen Lipperosen - sollen also blieben. Und der Giebel. „So können die Borker auch weiter den Paragrafen im Giebel bewundern“, sagt Werner Wetekamp lächelnd. Zum Hintergrund: Dieser Paragraf stammt ursprünglich aus einem Bier-Comment. Comments sind Regelwerke von Studentenverbindungen - in diesem Fall für Bierangelegenheiten. „Porro bibitur!“ lautet der Paragraf 11. Das ist Latein und bedeutet: „Es wird weitergesoffen.“

14 Wohnungen entstehen, zwei sind noch zu haben
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

Insgesamt entstehen in dem Gebäude - also in der alten Gaststätte, im Saal, der alten Scheune und der ehemaligen Kegelbahn - 14 Wohnungen mit jeweils unterschiedlichem Schnitt und unterschiedlichen Quadratmeterzahlen. Zwölf davon sind auch schon verkauft, wie Werner Wetekamp erklärt. Zwei sind noch zu haben. „Wir haben da noch mal ein bisschen umstrukturiert, weil sie zu dunkel waren“, sagt er. Beide Wohnungen liegen im Erdgeschoss und sind barrierefrei. Interessierte können sich für Infos unter Tel. (0171) 2128476 melden. Eine der Wohnungen ist 78, die andere 82 Quadratmeter groß.

Tag der offenen Tür für interessierte Borker
Wie aus der ehemaligen Gaststätte Alt Bork Wohnungen werden: Ein Blick in die Baustelle

© Marie Rademacher

Was aus Alt Bork geworden ist, davon können sich interessierte Borker im Mai ein Bild machen. Dann, so erzählt es Werner Wetekamp (r.), haben er und Eduard Dück (l.) nämlich einen Tag der offenen Tür geplant: am Samstag, 25. Mai, um 11.30 Uhr. Bis dahin laufen noch Pflasterarbeiten im Hof. An den Wohnungen im Innenbereich wird noch weiter gearbeitet. Die letzten Außenarbeiten am Gebäude sollen dann Ende Oktober abgeschlossen sein.

Lesen Sie jetzt