Wie die Stadt Selm sich den neuen Campus vorstellt

Pläne für Regionale 2016

Es ist ein millionenschweres Projekt: Mit dem Konzept "Aktive Mitte" ist Selm Teil des Förderungsprogramms Regionale 2016 des Landes NRW. Ein zentraler Baustein: der Campus in der Stadtmitte. Wie soll der eigentlich aussehen? Wie ist der aktuelle Stand? Wir haben erste Pläne.

SELM

, 18.02.2015, 12:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Sportzentrum - ein wichtiges Teil des Campus-Projekts.

Das Sportzentrum - ein wichtiges Teil des Campus-Projekts.

"Das Jugendzentrum und das bestehende Umkleidegebäude müssen dafür abgerissen werden", erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Kleinwächter bei der Vorstellung der Pläne auf der CDU-Mitgliederversammlung.

Er betonte, das Ministerium und die Regionale-Verantwortlichen hätten in vielen Gesprächen erklärt, sie wollten eine gerade Linie für den Campus haben. "Nur wenn wir den so anlegen, können wir eine Förderung erhalten", so der Fraktionsvorsitzende.

Dieter Kleinwächter betonte, die Regionale 2016 biete der Stadt eine große Chance, sich neu zu entwickeln. "Das Investitionsvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro. Wir können mit einer Förderung in Höhe von 90 Prozent rechnen", so Kleinwächter. Der Eigenanteil von rund 2 Millionen Euro sei gut angelegt.

Wolfgang Händschke, Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauen, erläuterte die vorliegenden Pläne. Er betonte, es würde sich erst einmal um einen groben Plan handeln, der noch ausgestaltet werden müsse.

 

 

Der Campus werde eine Breite von rund 40 Metern haben. Zwischen Sandforter Weg und Gymnasium könne die Stadt sich eine Fahrspur für Busse rund um den Campus vorstellen, so Händschke.

Die Schüler könnten dann direkt vor der Schule aus- und einsteigen. Vorstellbar sei aber auch, dass die Busse am Sandforter Weg in die Straße einbiegen und sie dann im Bereich des Kreuzungspunkts mit der Neuen Werner Straße wieder verlassen. Händschke betonte, dies müsse man nun alles in den kommenden Monaten überlegen und in einem Plan festhalten.

Zwischen dem Campus und der Kreisstraße sehen die Pläne unter anderem ein Haus der Wirtschaft und eine Wohnbebauung vor. Händschke: "Möglich könnte auch ein Hotel sein, denn Unternehmen weisen uns immer wieder auf die wenigen Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste in Selm hin."

Neue Wohnbebauung soll es auch auf der Fläche des jetzigen Parkplatzes des Schulzentrums am Sandforter Weg geben. "Neue Stellplätze könnte man sich im Bereich des Campus' am Sandforter Weg vorstellen", so Händschke. Das neue Jugendzentrum ist zwischen Hallenbad und neuem Campus vorgesehen. Händschke: "Der Campusbereich vor dem neuen Jugendzentrum kann dann auch als Freifläche für Veranstaltungen dienen."

Erster Abschnitt: Tennisplatz

Als erster Bauabschnitt ist laut Händschke die Verlegung der Tennisplätze auf das jetzige Korfballfeld vorgesehen. "Das Jugendzentrum und das Umkleidegebäude werden erst abgerissen, wenn die neuen Bauten erstellt sind", erklärte er.

Bis mit der Erstellung der neuen Stadt am Wasser entlang der Münsterlandstraße begonnen wird, werde es noch einige Zeit dauern. Vorgesehen sind dort drei Bauabschnitte, die jeweils von der Münsterlandstraße erschlossen werden. Als weiteren wichtigen Punkt bezeichnete Wolfgang Händschke den Auenpark entlang des Selmer Bachs. Damit wolle die Stadt die Aufenthaltsqualität dort erhöhen.

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