Wohnen am Friedhof in Bork ist ab 2018 möglich

Nach Erschließungsarbeiten

Am Rande des Borker Friedhofs tut sich was. Bagger schaufeln Erde. Auf einer rund zwei Hektar großen Fläche entsteht derzeit ein Wohngebiet. Am Montag gab es dann den offiziellen ersten Spatenstich. Doch wie ist der aktuelle Sachstand bei den Arbeiten? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengetragen.

BORK

, 21.08.2017, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vertreter der Volksbank, der ausführenden Firma, der Projektentwicklung, der Verwaltung, der Politik und Bürgermeister Mario Löhr (6.v.r.) vollzogen den offiziellen ersten Spatenstich im neuen Wohngebiet am Friedhof in Bork.

Vertreter der Volksbank, der ausführenden Firma, der Projektentwicklung, der Verwaltung, der Politik und Bürgermeister Mario Löhr (6.v.r.) vollzogen den offiziellen ersten Spatenstich im neuen Wohngebiet am Friedhof in Bork.

Liegen die Arbeiten im Zeitplan?

Gegenüber den Planungen aus April, als Volksbank und Projektentwickler die Pläne vorgestellt hatten, hat sich der Zeitplan nicht wesentlich verändert. Planer Robert Strauß am Montag nach dem Spatenstich: „Die Erschließungsarbeiten werden vor Weihnachten abgeschlossen sein, spätestens aber Ende des Jahres.“

Welche Arbeiten laufen zurzeit?

Derzeit laufen die Erschließungsarbeiten, berichtet Planer Robert Strauß. Vorbereitende Maßnahmen für die Versorgungsträger gehören dazu.

Wie viele der 37 Grundstücke sind bereits vergeben?

Laut Martin Potschadel, Vorstand der Volksbank, sind 28 Grundstücke reserviert. „Alle Grundstücke sind mittlerweile ins Grundbuch eingetragen.“

Wann dürfen die ersten Häuslebauer aktiv werden?

„Grundsätzlich erst nach Abschluss der Erschließungsarbeiten“, erklärt Strauß. „Allerdings lassen wir einige schon vorab drauf, etwa wenn sie Probebohrungen machen wollen, wegen der künftigen Standfestigkeit.“ Kaufverträge dürfen jetzt geschlossen werden, weil die Grundstücke mittlerweile ins Grundbuch eingetragen worden seien. „Spätestens im Frühjahr wird hier richtig gebaut“, so Strauß.

Am Rande des Gebiets, nahe am Friedhof, ist ein Rigolenbecken angelegt worden. Warum?

„In der Vergangenheit gab es einige Probleme auf der Fläche mit dem Oberflächenwasser“, sagt Lothar Unrast (Stadtwerke Selm). Die Fläche hat Gefälle Richtung Süden mit vorhandener Bebauung und habe wenig Wasser aufgenommen. Folge: Wenn es richtig regnete, sei das Wasser trotz vorhandenen Kanals auf die bebauten Grundstücke geflossen.

Durch die Bebauung werde das sich anders entwickeln. Die kaskadenartig angelegte Beckenanlage haben die Stadtwerke für das Wasser vom Friedhof gebaut. Vom untersten Becken gebe es einen Anschluss für die Entwässerung des Wohngebiets.

Gab es bisher Unwägbarkeiten?

„Nein, wir haben ja mehrere Bürgerversammlungen gehabt“, sagt Bürgermeister Mario Löhr. „Wir sind mit den Plänen auf die Vorschläge der Bürger eingegangen.“

Wie sieht es bei weiteren Baugebieten im Stadtgebiet aus?

An der Bahnhofstraße in Bork wächst dort, wo ein kleines Baugebiet entstehen soll, derzeit noch Mais. Der Eigentümer der Fläche habe einen Antrag, die Fläche zu bebauen, gestellt, sagt Bürgermeister Löhr. „Nach den Sommerferien soll die Politik den Bebauungsplan für den Bereich beschließen.“ Mitte 2019 soll es im Auenpark im Zuge der Aktiven Mitte losgehen.

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Im Jahr 2021, so könne er sich das vorstellen, könnte ein neues Baugebiet hinter dem neuen Nahversorgungszentrum (Lidl, Rossmann, Hosselmann) ausgewiesen werden. Die Fläche gehöre zwei Eigentümern, die die rund viereinhalb Hektar große Fläche vermarkten sollen. „Wir merken verstärkte Nachfrage, vor allem aus dem Ruhrgebiet nach Wohngrundstücken“, so Bürgermeister Löhr.

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