Wohnungseinbrüche in Selm: Zahlen zeigen eine klare Entwicklung im Kreis Unna

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Im Winter steigen die Einbruchszahlen meist, sagt Polizist Martin Volkmer. Auch in Selm gab es zuletzt mehrere Fälle. Volkmer empfiehlt einen kostenlosen Service, den kaum jemand kennt.

Selm

, 04.12.2019, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Winter kommt, nehmen auch die Wohnungseinbrüche zu, sagt Martin Volkmer von der Polizei des Kreises Unna. Allein zwischen dem 21. und 28. November gab es laut dem Einbruchsradar der Polizei vier Fälle in Selm. Trotzdem „sind Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen“, sagt Volkmer.

Unter anderem brachen unbekannte Täter in ein Reihenhaus in der Breite Straße (22. November) und in ein Einfamilienhaus an der Schillerstraße (27. November) ein. Nur wenige Tage später, am 2. Dezember, flüchteten Einbrecher aus einem Haus an der Römerstraße mit einem Tresor.

Früherer Sonnenuntergang sorgt für mehr Wohnungseinbrüche

So habe es im Oktober 2018 noch 26 Wohnungseinbrüche im gesamten Kreis Unna gegeben. In diesem Jahr waren es im Oktober zehn weniger. Vor fünf Jahren, im Oktober 2014, waren es dagegen noch 57.

Für den November 2019 gebe es jedoch noch keine konkreten Zahlen. In den Wintermonaten gebe es aber erfahrungsgemäß immer einen Anstieg der Wohnungseinbrüche. „Das hängt damit zusammen, dass es früher dunkel ist“, sagt Martin Volkmer.

Während im Sommer viele Bürger vor dem Sonnenuntergang nach Hause kommen würden, sei es im Winter meist schon dunkel, wenn sie von der Arbeit kommen.

Polizei gibt Tipps, wie Einbrüche verhindert werden können

„Unter dem Schatten der Dunkelheit glauben die Täter mehr an einen Erfolg“, sagt Volkmer. Er empfiehlt allen Wohnungs- und Hauseigentümern einen Service, den nur wenige kennen.

„Es gibt die technische Prävention der Polizei“, so Volkmer. Das sei eine kostenlose Sicherheitsberatung der Polizei. Zuständige Polizisten würden nach Terminabsprache vorbeikommen und eine Sicherheitsanalyse durchführen.

Bei der könne dann überprüft werden, wie sicher eine Wohnung oder ein Haus wirklich ist. Danach würden seine Kollegen zeigen, wie die eigenen vier Wände in Zukunft noch besser vor Einbrechern geschützt werden könnten.

In ihrer Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ gibt die Polizei des Kreises Unna zudem Tipps, wie sich Bürger am besten vor Einbrechern schützen können:

  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten immer verschlossen sein, wenn niemand zuhause ist. „Gekippte Fenster sind offene Fenster“, schreibt die Polizei.
  • Auch bei Abwesenheit sollte die Wohnung oder das Haus bewohnt aussehen.
  • Bei Mehrfamilienhäusern, so rät die Polizei, sollten Hauseingangstüren auch tagsüber geschlossen bleiben.
  • Um die eigene Wohnung oder das Haus bei längerer Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen, sollten Briefkästen regelmäßig geleert und Rollläden sowie Lampen unregelmäßig betätigt werden.
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