Zeugen des Bergbaus: Diese Straßen erinnern in Selm an den Bergbau

Selmer Straßennamen

Der Bergbau hat in Selm viele Spuren hinterlassen: auch auf Straßenschildern. Welche Straßen in Selm an die Bergbautradition erinnern, hat uns Katharina Kriftewirth vom Stadtarchiv, erklärt.

Selm

, 11.10.2018, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über 90 Jahre ist die Zeche Hermann schon dicht. Bergbau gibt es seitdem in Selm nicht mehr – aber jede Menge Spuren davon. Zum Beispiel auf den Straßenschildern.

Dass in der Stadt vieloe überhaupt erst Straßen entstanden und benannt wurden, hat unmittelbar mit der Entstehung der Zeche Hermann zu tun. Das erklärt Katharina Kriftewirth, die Archivarin des Selmer Stadtarchivs. „Es gab vor der Entstehung der Zeche höchstens Flurbezeichnungen. Dorf 4 zum Beispiel“, sagt sie.

Vom Bauerndorf zur Zechenstadt

Zum Hintergrund: Selm war um die Jahrhundertwende ein „kleines münsterländisches Bauerndorf“, wie der Selmer Zechen-Hobbyforscher Sebastian Kleinwächter in einem Artikel über die Zeche Hermann schreibt. „Selm hatte 1905 nur 1762 Einwohner“, heißt es dort weiter.

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Die Geschichte der Zeche Hermann in Selm

Klicken Sie die Bilder durch und lesen Sie die Geschichte der Zeche Hermann Schritt für Schritt.
20.09.2018
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Das änderte sich, nachdem ab 1906 die Schächte gebaut wurden und die Zeche den Betrieb aufnahm: Aus dem Bauerndorf wurde eine kleine Stadt – viele Menschen kamen zum Arbeiten und zum Leben hierher, die Bevölkerung wuchs in der Zechenzeit auf circa 12.000 Einwohner heran. Und mit Bevölkerung und Industrie wuchs auch die Infrastruktur: Nach und nach entstand ein Straßennetz in Selm – die Benennung der einzelnen Wege wurde für die Orientierung unabdingbar. So sind viele Straßennamen heute noch Zeugen der Selmer Bergbaugeschichte.

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