Zu wenig Unterstützung für Cappenberger Dorfladen

Ergebnis einer Umfrage

Bei einer Umfrage hat der geplante Dorfladen in Cappenberg einen Rückschlag erlitten. Nur die Hälfte der Befragten würden sich an einer Genossenschaft beteiligen. Anfang Juni hatte Mitorganisator Bernd Holtwick noch mit wesentlich mehr Unterstützung gerechnet.

CAPPENBERG

, 08.07.2016, 04:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Rosenstraße in Cappenberg soll der Dorfladen entstehen.

An der Rosenstraße in Cappenberg soll der Dorfladen entstehen.

Anfang Juni ist die Umfrage der Cappenberger Bevölkerung zum geplanten Dorfladen im Ortsteil gestartet. Knapp einen Monat später müssen die Organisatoren einen ersten Rückschlag einstecken. 200 Fragebögen hat die Initiative nach eigenen Angaben zurückbekommen.

Nach der Auswertung der Bögen steht jetzt allerdings fest: Nur rund 100 der befragten Bürger würden sich auch an einer Genossenschaft beteiligen. Zu wenige, wie Mitorganisator Bernd Holtwick am Mittwoch mitteilte.

"Für uns natürlich kritische Situation"

Beim Dorfladenfest Anfang Juni hatte Holtwick noch von 400 möglichen Genossenschaftsmitgliedern gesprochen - der Idealfall. Eingetreten ist er nicht. Und jetzt? "Das ist für uns gerade natürlich eine kritische Situation", so Holtwick. Aber: "Begraben wollen wir das Projekt noch nicht. Ich glaube, das wäre verfrüht."

Er habe das Gefühl, dass man noch viel erklären müsse, noch nicht alle verstanden hätten, wie das Projekt Dorfladen einmal funktionieren soll. Mitglieder der geplanten Genossenschaft würden einen Beitrag zahlen, um den Dorfladen überhaupt erst möglich zu machen. In erster Linie geht es darum, die Anfangsphase zu stemmen, bis sich der Laden selbst finanzieren kann.

100 potenzielle Kunden? Ein zu kleiner Kreis

Mit 100 Leuten kann das nicht klappen - zumal man von den Genossenschaftsmitgliedern auch nicht erwarte, einen überhöhten Betrag zu zahlen. "Das wäre nicht der Sinn hinter der Idee", so Holtwick. Außerdem müsste man sich dann auf einen zu kleinen Kundenkreis verlassen, der den Laden in Zukunft besucht.

"Gerade rechnen wir, ob wir auch mit 300 Leuten auskommen", so Holtwick. Aber woher sollen die überhaupt kommen? Nach den Sommerferien wollen die Organisatoren und Mitbegründer der Idee noch einmal in die Offensive gehen. Geplant ist eine Infoveranstaltung mit den derzeitigen Interessenten und Bürgern, die bis dahin hoffentlich noch hinzukommen.

Initiative setzt auf Mundpropaganda

"So wollen wir die Leute, die wirkliches Interesse zeigen, noch einmal motivieren, in den Ferien Werbung für das Projekt zu machen." Die Initiative setzt auf Mundpropaganda - und hofft auf eine zweite Chance für eine zukunftsfähige Nahversorgung in Cappenberg.

Listen liegen aus
Wer an der Genossenschaft interessiert ist, kann sich in Listen eintragen. Sie liegen unter anderem bei Lebensmittel Maßmann an der Rosenstraße aus. 
Ein konkreter Termin für die Infoveranstaltung zum Dorfladen steht noch nicht fest.

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