Zum Weltalzheimertag: Expertin gab Tipps in Selm

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Mittwoch, der 21. September, war der Weltalzheimertag. Auch in Selm konnten sich Angehörige von Betroffenen und generell Interessierte informieren. Zwar war die Veranstaltung nur mäßig besucht - die gebotenen Informationen waren jedoch umfangreich. Eine Expertin erklärt, welche Angebote und Hilfen es gibt.

SELM

, 21.09.2016, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was ist ein großes Problem für pflegende Angehörige? „Ich habe kaum noch ein eigenes Leben, sondern lebe das eines anderen Menschen“, brachte es eine Selmerin während des Infonachmittags auf den Punkt. Pflege sei ein 24-Stunden-Job. Dass sie dabei nicht allein sein muss, erfuhr sie an diesem Nachmittag.

Experten  zeigten Interessierten Perspektiven auf. Perspektiven? Bei der Pflege von Kranken, deren Erkrankung nicht heilbar ist? Ja. Denn unter dem Druck der Aufgabe nicht selbst krank zu werden, ist enorm wichtig, sagt Anne Kappelhoff: „Sie haben ein eigenes Leben.“ Den kranken Angehörigen nütze es nicht, wenn die pflegenden Angehörigen zusammenbrechen.

Wie können Angehörige entlastet werden?

Es gibt Entlastungsmöglichkeiten, sowohl finanziell als auch persönlich. Tagespflege, Kurzzeitpflege: Orte, an denen die Kranken gut versorgt seien, so dass die Angehörigen auch mal zuhause durchatmen können, sagt Markus Siegmann vom Pflegestützpunkt Lünen.

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Das waren nur zwei Beispiele von Entlastungsmöglichkeiten. Informationen geben die Experten aber auch über den Infonachmittag hinaus. Der Pflegestützpunkt  ist unter Tel. 02306) 700392 zu erreichen.  Die Pflege- und Wohnberatung  im Kreis Unna hat zwei Mal im Monat Sprechstunden in Selm: Jeden ersten Montag im Monat im Amtshaus Bork, Adenauerplatz 2, von  10 bis 12 Uhr und jeden dritten Freitag im Monat von 10 bis 12 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Teichstraße, in Selm.

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