Heute noch Acker, bald Bauland: der Fährenkamp. Von der rechten Bildseite wird die Bebauung beginnen. © Günther Goldstein
Bauen in Selm

Zwei neue Baugebiete: 70 Wohneinheiten entstehen in Selm und Bork

Baugrundstücke sind in Selm gefragt - nicht nur am Auenpark, in Selms Neuem Zentrum. Wer etwas weiter außerhalb wohnen möchte, findet im Neuenkamp und Fährenkamp Angebote - mit etwas Geduld.

Die Nachfrage nach Grundstücken in Selm hält an. Innerhalb von nur 18 Monaten waren alle Flächen in den Baugebieten Kreuzkamp-West in Selm und Am Friedhof in Bork vergriffen: immerhin 90 Bauplätze. Nachschub liefern zwei neue Flächen, an deren Entwicklung in beiden Fällen die Volksbank Selm-Bork/Altlünen beteiligt ist: der Neuenkamp und die Erweiterung des Fährenkamps.

In der anhaltenden Niedrigzinsphase hat sich die Volksbank ein neues Standbein geschaffen: durch den Bau und das Vermieten und Verkaufen von Immobilen. Zehn Prozent ihres Bilanzergebnisses erzielt sie inzwischen auf diese Weise.

Rund um den Lidl in Bork liegt heute noch Acker: ein Baugebiet der Zukunft.
Rund um den Lidl in Bork liegt heute noch Acker: ein Baugebiet der Zukunft. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Das Neubaugebiet in Bork heißt offiziell Neuenkamp. Für jeden ein Begriff dürfte es aber unter einem anderen Namen sein: Wohngebiet am Lidl. Rund um das vor drei Jahren eröffnete Einzelhandelszentrum mit Lidl, Rossmann und Hosselmann entsteht ein sogenanntes Mischgebiet: Zur B236 (Ostwall) hin sind Büros, Praxen und anderes nicht störendes Gewerbe möglich, während der hintere Bereich zur Netteberger Straße allein für Wohnhäuser reserviert werden soll.

Im Herbst 2021 geht es los rund um den Lidl

„Unser Ziel ist es, ab Herbst 2021 die Grundstücke vermarkten zu können“, sagt Volksbank-Vorstand Thomas Krotki. Nach seinen Angaben will die Volksbank 35 bis 40 Wohneinheiten auf eine Fläche von 20.000 Quadratmetern schaffen. Insgesamt werden dort noch mehr Häuser gebaut werden können. Das Baugebiet misst insgesamt 70.000 Quadratmeter. Eigentümer sind neben der Volksbank auch die katholische Kirchengemeinde sowie Privatleute.

In der Verlängerung der alten Fährenkampsiedlung, die in den 1920er-Jahren für die Familien der Bergleute von Zeche Hermann entstanden war, wird der Eigenheimbau etwas später beginnen als am Lidl.

Am Fährenkamp ist die Stadt mit im Boot

Auf einer Fläche von 21.000 Quadratmetern erschließt die Volksbank – dieses Mal zusammen mit der Stadt Selm – den ersten Abschnitt des Baugebietes: direkt auf der Ecke Luisenstraße/Haus-Berge-Straße. Die neue Bebauung schließt also nicht unmittelbar an die bereits bestehende an, sondern es bleibt vorerst eine Lücke, die aber auch noch geschlossen werden soll.

Wenn alles nach Plan läuft, wird in den nächsten Jahren an drei Stellen im Stadtgebiet ordentlich gebuddelt: neben Fährenkamp und Neuenkamp auch im zentralen Baugebiet Wohnen am Auenpark. Dort soll es nach den aktuellen Plänen der künftigen neuen Eigentümerin der Fläche, der Wilma Bau- und Entwicklungsgesellschaft West, mit der Erschließung des Geländes im zweiten Quartal 2021 losgehen. 2027 sollen alle sechs Einfamilienhäuser, 56 Doppelhaushälften, 66 Reihenhäuser und 82 Eigentumswohnungen fertig sein.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe