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Großer Einsatz für die Integration junger Geflüchteter

BVB-Heimspiel gegen Bremen

Die letzte Überraschung ist – genau wie die 16 zuvor – geglückt. Kurt Brüggemann ahnte nichts, als seine Frau Susanne Pösl ihm in der vergangenen Woche mitteilte, dass er am Samstag ins Stadion gehen und das letzte BVB-Saisonheimspiel sehen dürfte – als Dankeschön, als Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für eine gute Integration von Geflüchteten in dieser Stadt.

23.05.2017, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Großer Einsatz für die Integration junger Geflüchteter

Uwe Jankowski (l.) und Kurt Brüggemann sahen das spektakuläre 4:3 gegen Werder

Die Liste der guten Taten von Kurt Brüggemann, ist lang, sehr lang. Der 54-Jährige ist Vorsitzender im Dortmunder Fußballverein Grün-Weiß Kley. Hier hat er gemeinsam mit einem Freund Leitlinien entwickelt, um Rassismus und Mobbing zu verhindern.

Viele Geflüchtete, unter anderem eine Gruppe syrischer Jungs, trainieren in seinem Verein. Es gibt zudem immer wieder Veranstaltungen, um den jungen Menschen, die sich in dieser Stadt oft noch fremd fühlen, die Integration zu erleichtern. Und auch Kurt Brüggemanns Frau Susanne ist engagiert: Sie gibt Deutschkurse.

Wie ein viertes Kind

Das Ehepaar hat drei eigene Kinder – aber seit einiger Zeit sind es eigentlich vier. Ein dreiviertel Jahr lang haben Kurt Brüggemann und Susanne Pösl den 17-jährigen Syrer Salah bei sich aufgenommen. Er ist ohne seine Eltern nach Deutschland geflohen. „Er hat verdammt viel mitgemacht“, sagt Kurt Brüggemann. „Es ist so bereichernd, ihn zu kennen.“ Noch heute kommt er zwei- bis dreimal zu seiner neuen Familie.

Kurt Brüggemann hat gelernt, dass es vor allem Geduld und Zeit braucht, damit Integration funktioniert. Aber, sagt er, es lohne sich sehr. Und dafür gab‘s das Dankeschön, das Kurt Brüggemann in Begleitung von seinem Cousin Uwe Jankowski sehr genossen hat.

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