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Dank Prothese wieder schmerzfrei auf den Beinen

Klinikum Westmünsterland

Trotz Schmerzen an Knie oder Hüfte zögern Viele wegen der Corona-Pandemie, den Arzt aufzusuchen. Dafür gibt es keinen Grund. Dr. Peter Ströcker stellt sich den Fragen der MLZ-Leser.

22.03.2021, 12:31 Uhr / Lesedauer: 3 min
Dr. Ströcker und sein Team sorgen dafür, dass die Patienten möglichst schnell wieder auf die Beine kommen.

Dr. Ströcker und sein Team sorgen dafür, dass die Patienten möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. © Klinikum

Viele Patienten sind aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie verunsichert, ob gerade jetzt ein richtiger Zeitpunkt ist, um am Knie oder der Hüfte einen Eingriff vornehmen zu lassen, obwohl man unter starken Schmerzen leidet. Die Antwort lautet: Ja! Aufgrund hoher Sicherheits- und Hygienestandards können die Eingriffe gut geplant und durch moderne Operationsmethoden wird in der Regel die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus gering gehalten.

Viele Patienten streben nach überstandener Operation nicht nur schmerzfreies Laufen an, sondern regelmäßigen, teils ambitionierten Sport. Das ist ein gestiegener Anspruch, dem sich auch das Ahauser Endoprothetikzentrum im St.-Marien-Krankenhaus Ahaus stellt. Zu dieser, aber auch zu anderen Fragen rund um das Thema „Neue Hüfte, neues Knie – trotz Corona“ bietet das Ahauser Krankenhaus eine Telefonsprechstunde an.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Sie haben Fragen zum Thema? Dann heißt es für Sie „Frag doch mal den Arzt“ und rufen den Knie- und Hüftexperten Dr. Peter Ströcker an. Am Donnerstag, 25. März, zwischen 14 und 16 Uhr unter der Telefonnummer (02561) 991029.

Probleme beim Gehen?

Wenn schon der normale Spaziergang mit Gelenkschmerzen vorzeitig endet und an sportliche Betätigung allein bei der Vorstellung an die dabei auftretenden Beschwerden nicht mal zu denken ist, liegt die Vermutung nahe, dass die Verschleißerkrankung Arthrose hierfür ursächlich ist. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen leiden täglich in Deutschland an durch Arthrose bedingte Schmerzen. Zumeist treten die Beschwerden an Hüft- und Kniegelenken auf. Wenn konservative Therapieansätze und Schmerzmittel allein nicht mehr helfen und das Gelenk in seiner Beweglichkeit zu sehr eingeschränkt wird, ist ein operativer Eingriff oft der einzige Ausweg. In erster Linie bestimmt der Patient, wann der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk ist.

Operativer Ersatz des Hüft- oder Kniegelenkes

Der operative Ersatz des Hüft- oder Kniegelenkes zählt zu den Routineeingriffen von Chefarzt Dr. Peter Ströcker und seinem Team. Der Orthopäde leitet das Ahauser Endoprothetikzentrum im St.-Marien-Krankenhaus. Im zertifizierten Zentrum werden Operationen der großen Gelenke auf höchstem Sicherheitsniveau und nach neuesten medizinischen Standards durchgeführt. Aufgrund der hohen Anforderungen bietet die OP in einem Endoprothetikzentrum viele Vorteile.

So stellen hohe Operationszahlen – allein in Ahaus wurden im Jahr 2019 rund 600 Gelenk-Operationen durchgeführt – ein wesentliches Qualitätsmerkmal dar. Ärzte, Schwestern, Pflegekräfte und Physiotherapeuten verfügen außerdem über umfangreiche Erfahrung und Expertise in der Behandlung und Nachsorge von Patienten. „Besonders bei einer starken Einschränkung der Lebensqualität des Patienten und dauerhaften Beeinträchtigung seiner Mobilität, ist ein künstlicher Gelenkersatz ratsam“, rät Ströcker.

Sehr hohe Patienten-Zufriedenheit

Gerade Hüft-Operationen sind sehr sicher und mit einer sehr hohen Patienten-Zufriedenheit verbunden. Oftmals wenden sich Patienten mit der Frage, in welchem Umfang die Ausübung von Sport nach einer Hüft-OP noch möglich ist, an Ströcker und sein Team. „Das Ziel bei einer Hüftimplantation ist in erster Linie, die Alltagstauglichkeit des Gelenkes herzustellen“, erklärt der Chefarzt.

„Darüber hinaus gibt es empfehlenswerte und nicht empfehlenswerte sportliche Aktivitäten für Patienten mit künstlichem Hüftgelenk.“ Damit deutet er auf die Unterscheidung sogenannter „high- und low-impact-Sportarten“ hin. „High- impact-Sportarten“ wie Joggen oder Tennis sind Aktivitäten, die mit einem hohen Maß an sogenannten Stoßbelastungen verbunden sind. Manche Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball sind mit einem erhöhten Sturzrisiko verbunden und erfordern häufig ruckhafte Stoßbewegungen, die mit einer Hüftendoprothese kritisch sein können.

„Low-impact-Sportarten wie Schwimmen, Walken und Fahrradfahren sind gelenkschonender und daher empfehlenswerter“, erklärt Ströcker. Bewegung ist grundsätzlich sehr förderlich für das Gelenkimplantat und kräftigt Muskeln und Bänder, die dazu beitragen, dass das Kunstgelenk in stabiler Position verbleibt.

Viel ist wieder möglich

Mit Augenmaß können aber auch Sportarten wie Tennis oder Skifahren weiter betrieben werden. Nicht jeder verdient ja damit, wie der britische Tennisprofi Andy Murray, der mit einer künstlichen Hüfte ein ATP-Turnier gewann, sein Geld. Der Anspruch, bis ins hohe Alter hinein sportlich und mobil zu bleiben, steigt – damit auch die Erwartungen an die Qualität eines künstlichen Hüftgelenks. Weit über 90 Prozent der Patienten können ihr gewohntes Aktivitäts- und Sportniveau wieder erreichen.

„Dank einer künstlichen Hüfte kann der Patient ein hohes Maß an Mobilität zurückgewinnen, hinsichtlich Belastung und Langlebigkeit gibt es aber auch Grenzen“, erläutert Ströcker. Nach der zu erwartenden sogenannten „Standzeit“ von 20 bis 25 Jahren ist der Verschleiß eines Kunstgelenkes manchmal so weit fortgeschritten, dass der Chefarzt und sein Team ausgediente Kunstgelenke durch neue Endoprothesen ersetzen müssen. Auch das ist dank neuer OP-Techniken und Implantate heutzutage aber sehr gut möglich.