Der Fuchs-Cup kommt nach Herbern

Fußball

Seit dem Jahr 2001 war der Fuchs-Cup eine feste Größe in Münster, genauer gesagt im Stadtteil Amelsbüren. Doch im Oktober 2011 starb überraschend der Namensgeber und Sponsor Josef Fuchs im Alter von 57 Jahren. Das Fußballturnier wurde bis 2013 zwar noch ausgetragen, dann war aber Schluss. Nun soll es ab Sonntag, 30. Juli, einen Neuanfang in Herbern geben – und möglicherweise die Wiederholung einer Geschichte.

HERBERN

, 26.07.2017 / Lesedauer: 3 min
Der Fuchs-Cup kommt nach Herbern

Erinnerungen an den Fuchs-Cup: 2009 traf Christof Zilligen (u.) mit Herbern auf den VfL Wolbeck.

„Das war damals das Vorbereitungsturnier schlechthin in Münster“, erklärt Hubert Fuchs, Bruder des verstorbenen Initiators Josef Fuchs. Im Jahr 2001 wurde das gleichnamige Turnier erstmals ausgespielt, Gastgeber war bis zur letzten Austragung im Jahr 2013 der heutige B-Kreisligist GW Amelsbüren. Josef Fuchs, seit 1989 Inhaber einer Heizungs- und Sanitärfirma in Amelsbüren, sponserte das Turnier. „Ihm war der Amateurfußball wichtig, daher hat er ihn gezielt gefördert“, so Hubert Fuchs. Daher die Idee, ein Vorbereitungsturnier zu sponsern.

Die Teams wurden von Fuchs persönlich eingeladen. „Meine damalige Trainertätigkeit in Amelsbüren war in diesem Zusammenhang sicherlich hilfreich und so war das Turnier schnell auf die Beine gestellt“, erklärt Hubert Fuchs. Gespielt wurde immer in zwei Gruppen: eine Münsteraner, eine mit Teams aus dem ehemaligen Fußballkreis Lüdinghausen.

Firma wurde verkauft

Elf Jahre lang konnte das Turnier ohne Probleme bei GW Amelsbüren über die Bühne gehen. Bis im Oktober 2011 Josef Fuchs überraschend starb. 2012 und 2013 wurde das Turnier zwar ausgetragen, „aber es fehlte erkennbar der Motor, der Initiator, der Sponsor“, so Hubert Fuchs. Danach war Schluss und der Fuchs-Cup Geschichte.

Doch Hubert Fuchs wollte das Turnier wieder aufleben lassen. Auch um seines Bruders Willen. „Mir sind Mittel zugeflossen, für die ich nichts geleistet habe“, sagt Fuchs. „Josef hätte die Veranstaltung weiterhin gefördert und somit deren Austragung ermöglicht, da bin ich mir sicher.“ Wo das Turnier stattfinden sollte, war klar: bei GW Amelsbüren. „Auf Initiative des Vereins haben wir uns zusammengesetzt und man war sich relativ schnell einig, dass eine Wiederbelebung des Turniers das erklärte Ziel sei“, so Fuchs.

Die Teams waren innerhalb von zwei Tagen organisiert. Doch dann gab es Probleme mit der Erbengemeinschaft. Aufgrund eines „rechtlichen Gerangels“, so Hubert Fuchs, war eine Austragung in Amelsbüren nicht möglich. Die Lösung kam schnell, denn der SV Herbern, der SC Münster 08 und Union Lüdinghausen traten auf den Plan. Herbern hatte sich als Erstes gemeldet und bekam den Zuspruch.

„Wir hatten immer schon die Überlegung ein Turnier auszurichten“, erklärt Frank Heidemann, Sportlicher Leiter des SV Herbern, „doch das lässt sich nicht allein über Dinge wie beispielsweise den Eintritt finanzieren“. Da kam das Sponsoring von Hubert Fuchs recht.

Wertschätzung der Arbeit

Namensrechtliche Aspekte galt es nun noch zu überwinden, doch letztlich wurden auch diese gelöst. Der „Fuchs-Cup 2017 – im Gedenken an Josef Fuchs“ war auf die Beine gestellt. Es warten Prämieren von insgesamt 1900 Euro. „Die Wiederbelebung des Turniers sehe ich als Würdigung der Verdienste meines verstorbenen Bruders um den Amateurfußball im Besonderen und als bleibende Erinnerung an seine Person“, erklärt Hubert Fuchs. Er freut sich auf guten Fußball und sagt: „Es soll einfach eine Woche lang über den Fußball geredet werden. Die Spiele versprechen ein gutes Niveau.“

Und sollte sich der SV Herbern den Turniersieg sichern, würde sich die Geschichte wiederholen: Im Jahr 2001 gewann der SVH durch einen 2:1-Erfolg über die DJK GW Gelmer als erstes Team den Wanderpokal des damals ausgetragenen Fuchs-Cups. 

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