Anzeige

Der letzte Weg soll würdevoll sein

Hospiz-Stiftung

Ein Interview zur Stiftergemeinschaft mit zwei Vorstandsmitgliedern der Elisabeth Grümer Hospiz-Stiftung. Elisabeth Grümer und Josef Küper berichten von ihrer Zusammenarbeit mit der Sparkasse Dortmund.

30.11.2017, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Elisabeth Grümer und Josef Küper engagieren sich für Sterbende.

Elisabeth Grümer und Josef Küper engagieren sich für Sterbende. © Stephan Schuetze

Frau Grümer, warum haben Sie und Ihre Mitstreiter die Hospiz-Stiftung gegründet?

Elisabeth Grümer: Die Idee hatte ich bereits 1979, da ist mein Vater verstorben. Im Krankenhaus. Was kein idealer Ort zum Sterben ist. 2001 hatten wir dann genug Startkapital zusammen, um die Stiftung zu gründen.

Warum sind Stiftungen eine effektive Möglichkeit, um zu helfen?

Elisabeth Grümer: Siftungen bieten die Möglichkeit, nachhaltig zu unterstützen. Es gibt ja Stiftungen, die sind über 100 Jahre alt.

Josef Küper: Man kann mit seinem Vermögen etwas Gutes tun und hat dabei die Sicherheit, dass das Geld auch da landet, wo man es sehen will. In unserem Fall bei Menschen, die wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Sascha Horitzky, Stiftungsexperte der Sparkasse?

Elisabeth Grümer: Herr Horitzky hat kompetent geholfen, wo man nur helfen kann und vieles möglich gemacht, was wir nicht zu hoffen gewagt hätten. Er hat uns in jeder Form unterstützt.

Was haben Sie mit Ihrer Stiftung bereits erreicht?

Josef Küper: Wir haben 2013 das Hospiz St. Elisabeth in Dortmund eröffnet, dessen Träger wir sind. Unser Leitsatz: „Zu uns kommen nicht die Lebenden, um zu sterben, sondern die Sterbenden, um zu leben.“ Bis zu zwölf Gäste und ihre Angehörigen können bei uns leben. Das Gute: Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen können sich viel Zeit nehmen, stehen nicht unter dem Zeitdruck, unter dem viele Pfleger in Altenheimen und Krankenhäusern stehen.

Es soll aber nicht bei einem Hospiz bleiben.

Elisabeth Grümer: Läuft alles nach Plan, werden wir 2019 ein Kinderhospiz in Dortmund eröffnen. Wenn ein Kind eine lebensverkürzende Krankheit hat, hat es ein Anrecht auf jährlich mindestens 28 Tage Aufenthalt im Hospiz. Das soll vor allem die Angehörigen entlasten. Was uns antreibt: Derzeit stehen in NRW bis zu 40 Kinder auf Wartelisten.

Wie sehr sind Sie auf Unterstützung angewiesen?

Josef Küper: Uns fehlen jährlich rund 100.000 Euro, die wir durch Spenden etc. erwirtschaften müssen.

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Dortmund, DE72 4405 0199 0331 3313 33, Verwendungszweck: Stiftungsfonds zugunsten des Hospizwesens u. der Palliativmedizin Elisabeth Grümer Hospiz
Schlagworte: