Der WSC spielt beim BV Brambauer um die Spitze

Fußball: Bezirksliga

Eine Woche nachdem der BV Brambauer die Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga 8 vom Werner SC übernommen hat, kommt der entthronte WSC zum Gipfeltreffen in die Glückauf-Arena nach Lünen. Wir blicken vor dem Duell auf die Mannschaftsteile sowie die Trainer und erläutern die aktuelle Form.

BRAMBAUER/WERNE

, 24.03.2017, 17:11 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der WSC spielt beim BV Brambauer um die Spitze

Die Brambauer um Spielmacher Osman Kumac (l.), Kapitän Dennis Köse, Innenverteidiger Mark Fluder und Keeper Robert Botta empfangen am Sonntag den Werner SC um Torwart Sebastian Treppe, Linksverteidiger Christof Zilligen, Sechser Dennis Klossek und Stürmer Julian Rohlmann.

Fußball, Bezirksliga 8 BV Brambauer - Werner SC Sonntag, 26. März, 15 Uhr, Am Freibad, 44536 Lünen

Es ist das Topspiel der Fußball-Bezirksliga 8: Der neue Spitzenreiter BV Brambauer empfängt mit dem Werner SC den ersten Verfolger. Wir besprechen vor dem Duell die Mannschaftsteile sowie die Trainer und werfen dabei einen Blick auf die Formkurve.

1. Die Torhüter: Die Brambauer Torwart-Frage ist noch ungeklärt. Zu Beginn der Rückserie stand Hendrik Helmes zwischen den Pfosten. Auf der Linie zeigt er starke Reflexe, bei der Strafraumbeherrschung hat er noch Probleme. Gegen den TuS Hannibal (4:0) durfte aber Routinier Robert Botta ran – und hielt prompt einen Strafstoß. „Ich habe noch nicht entschieden, wer spielt“, sagt BVB-Coach Thorsten Nitsche.

Beim Werner SC hingegen wird wie gewohnt Stammtorwart Sebastian Treppe zwischen den Pfosten stehen. Ihn trifft an den vergangenen zwei Niederlage gegen Ascheberg (1:2) und gegen Kamen (0:1) am wenigsten die Schuld – an den Treffern war er machtlos. Gegen Holzwickede hielt er über 90 Minuten seinen Kasten sauber, wurde vor dem Ausgleich von seinem Verteidiger Christof Zilligen angeschossen.

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2. Die Verteidigung: Der Brambauer Hintermannschaft fehlt aktuell die Konstanz. Die Innenverteidiger Joel Razanica und Mark Fluder sind kopfballstark, beteiligen sich auch am Aufbauspiel. Gegen Lüdinghausen (2:3) und Roj (4:3) hinterließ die BVB-Defensive aber keinen guten Eindruck. Rechts verteidigt der kampfstarke Matthias Klemt, auch links sind Rajko Milinkovic und Burhan Burma eher auf defensive Aufgaben bedacht.

Die Abwehr des Tabellenzweiten aus Werne ließ insgesamt wenig zu – Niklas Link überzeugte mit einer starken Zweikampfquote – doch fast alle Torchancen der Gegner fanden den Weg ins Tor. In Ascheberg wie im Heimspiel gegen Kamen fielen die Treffer über die linke Seite von Dennis Seifert. „Das ging zu einfach“, sagte Wernes Trainer Kurtulus Öztürk nach dem Spiel in Ascheberg. Zilligen und Dominik Giffey komplettieren die Viererkette.

3. Das Mittelfeld: Das Prunkstück der BVB-Elf. Besonders in den jüngsten Spielen gegen Overberge (3:1) und Hannibal. Thorsten Nitsche und Kapitän und Anführer Dennis Köse ziehen die Fäden, das Duo verfügt über jahrelange Erfahrung in höherklassigen Ligen. Ob Trainer Nitsche aber wirklich aufläuft? „Das behalte ich noch für mich“, sagte er am Freitag. Die jüngsten Eindrücke sprechen allerdings dafür. Auf den BVB-Außenbahnen ist Ahmed Ersoy gesetzt.

Bei den Wernern ist Dennis Klossek auf der Sechs gesetzt. „Der Arbeiter“, wie Trainer Öztürk ihn nennt, kommt diese Saison auf 21 Einsätze und 1856 Spielminuten – nach 21 Spieltagen. Ob neben ihm Joel Simon aufläuft, ließ Öztürk noch offen. In Ascheberg trug er nach dem Ausfall von Chris Thannheiser die Kapitänsbinde, allerdings verpasst er die anderen drei Spiele nach der Pause.

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Wir berichten am Sonntag, ab 15 Uhr, in unserem Liveticker zur Bezirksliga 8 von der Partie.

4. Die Offensive: Der Ausfall von Marcel Bieber (Bänderriss) wiegt schwer. 17 Treffer hat der BVB-Torjäger bereits erzielt. Umso mehr ist Spielmacher Osman Kumac gefragt. „Er ist in einer starken Form“, sagt Nitsche. Gegen Hannibal traf Kumac doppelt. Im Sturmzentrum könnte Co-Trainer Jascha Keller als Anspielstation auflaufen. Die Alternative: der wendige Ibrahim Hyseni aus der U23 des BVB.

Hier haperte es beim WSC: Jannik Prinz und Dominik Hennes ließen eine Fülle an Torchancen in den vergangenen Wochen ungenutzt. Kapitän Thannheiser fällt aus. Mit 21 Einsätzen in 21 Spielen dürfte Dauerläufer Jussef Saado wohl wie gewohnt auf der Außenbahn, im Sturm wohl Julian Rohlmann beginnen. Prominente Wechsel in der Startelf schloss Öztürk aber nicht aus: „Einige haben mir zu viel Angriffsfläche geboten“, sagte er. Nur drei Tore gelangen den Wernern in den vergangenen drei Spielen – mit 47 Spielen stellt die Mannschaft von Öztürk derzeit hinter Wethmar und Overberge die drittbeste Offensive.

5. Die Trainer: Thorsten Nitsche hat das Team vor der Saison übernommen und gleich eine Spitzenmannschaft geformt. Nach dieser Saison tritt er aus privaten Gründen aber schon wieder ab. Der langjährige Leistungsträger der BVB-Ersten ist ein Vorbild im Kader, seine ruhige, besonnene Art kommt gut an in der Glückauf-Arena. Nitsche stapelt tief vor dem Topduell: „Wer hätte gedacht, dass wir oben mitspielen? Werne ist für mich weiterhin das stärkste Team der Liga.“

Der Werner SC hat mit Öztürk den Vertrag Anfang März vorzeitig um ein Jahr verlängert: Damit geht der 36-Jährige 2017/18 in seine fünfte Spielzeit beim WSC. Bei den Spielern kommt er gut an und ist wichtiger Ansprechpartner. So bleibe laut Öztürk das Gerüst der Mannschaft auch in der kommenden Saison bestehen – sowohl in der Bezirks- als auch in der Landesliga. Doch mit dem stärksten Kader der Liga muss der Aufstieg her. Vor dem Duell gibt er sich selbstbewusst: „Wenn meine Spieler den Plan beherzigen, bin ich optimistisch, dass wir als Sieger vom Platz gehen.“ 

 

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