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Die innere Stärke trainieren

Mehr Kraft im Alltag

Unser Leben ist schneller, vielfältiger und komplexer geworden. Kein Wunder, dass sich viele Menschen überlastet fühlen, immer in Eile, überrollt von ständig neuen Themen. „Das Programm ‚Lebe Balance‘ unterstützt Menschen, die Herausforderungen des Alltags besser zu meistern und eine innere Stärke zu finden“, sagt Kerstin Berszuck, Referentin für Prävention bei der AOK Nordwest.

05.09.2016 / Lesedauer: 3 min
Die innere Stärke trainieren

Eine starke Psyche verhindert Stress und sorgt für mehr Balance im Alltag.

Beim Frühstück sind die Gedanken bereits beim Job; während der Arbeit erstellt man im Kopf die Einkaufsliste, und im Supermarkt plant man, welche Telefonate am Abend noch zu erledigen sind. Dabei vergisst man, was man eigentlich will und was gerade passiert. Hier hilft die Besinnung auf den Augenblick: Der Blick in den Garten, das Lachen der Kinder – solche kleinen Kostbarkeiten helfen, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Sie bieten nicht nur eine Pause, sondern können auch ein Fenster für die wirklich wichtigen Dinge öffnen.

Kurse vor Ort

Das neue Programm „Lebe Balance“ könnte daher für viele Gestresste gerade recht kommen. In Kursen vor Ort oder live im Internet: In sieben wöchentlichen Kurseinheiten können sich die Teilnehmer auf ihren Weg zu mehr Balance begeben. Kerstin Berszuck ist überzeugt von dem Konzept: „Es setzt an den Ursachen an.“

Und sie erklärt, was besonders ist: „Wenn ich mir bewusst werde, was meine persönlichen Werte und Lebensziele sind, kann ich reflektieren, ob ich mich auch wirklich auf meinem ganz persönlichen Weg dorthin befinde, ob die Richtung stimmt. Der Alltag hält uns oft davon ab, dies zu überlegen. Hier helfen kleine Übungen, um diese Momente achtsam zu erkennen, um wieder zurück auf den eigenen Pfad zu gelangen.“ Wie das geht, vermittelt das Programm „Lebe Balance“ schrittweise.

Konzentration auf  den Augenblick

Zunächst lernen die Teilnehmer das Innehalten. Denn nur so können sie ihre Aufmerksamkeit auf den Augenblick lenken. Wer innehält, gibt sich eine Chance zu merken, was wirklich gerade geschieht. Das Ziel lautet: Abstand gewinnen, von oben darauf schauen und die Situation wertfrei annehmen. Je geübter man darin wird, desto eher verlieren negative Gefühle und Gedanken ihre Durchschlagskraft. „So können Sie Ihr Stressempfinden erheblich reduzieren“, sagt Berszuck.

Den zweiten Schwerpunkt bilden die persönlichen Werte, genauer gesagt: das Leben in Einklang mit ihnen. Werte geben Orientierung, Motivation und Sinn. Berszuck: „Werden persönliche Werte auf Dauer vernachlässigt oder müssen wir gegen unsere Werte handeln, verlieren wir Motivation und Energie. Wir werden anfällig für psychische Störungen.“ Wer zu dem Schluss kommt, dass wichtige Werte dauerhaft vernachlässigt werden, sollte Mut zu Veränderungen haben.

Kleine Schritte

„Dazu muss man nicht gleich das Lebenskonzept über den Haufen werfen; kleine Schritte in die richtige Richtung reichen oft aus, um die innere Balance zu fördern oder wiederherzustellen“, betont Berszuck. Wer einen großen Teil seines Tages mit Routinearbeit verbringen muss, findet möglicherweise einen Ausgleich in einer kreativen Freizeitbeschäftigung.

Apropos Routine: Jeder Mensch ist in ein soziales Netzwerk eingebunden, das sowohl einen Ausgleich schafft als auch Zwänge setzt. Ist es weit gespannt? Kann es in Krisenzeiten Halt geben? Wer dies im Blick hat, setzt einen weiteren Baustein zur psychischen Flexibilität: die Fähigkeit, sich auch von unangenehmen Dingen nicht aus der Balance bringen zu lassen.

Zufriedenheit

Dass „Lebe Balance“ wirkt, zeigt die wissenschaftliche Auswertung eines Kursjahrs bei der AOK Baden-Württemberg: Das Gefühl, psychisch belastet zu sein, nahm in einer Gruppe von über 1000 Teilnehmern deutlich ab, die Lebenszufriedenheit stieg signifikant. Auch zwölf Monate nach Kursende hielten die Effekte an.

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