Die verrückte Saison des SV Stockum: Ein Horrortrip mit gutem Ausgang

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Was war das für eine verrückte Saison für den A-Ligisten SV Stockum? Zwischenzeitlich sah es echt heikel aus, aber am Ende ging es gerade noch so gut aus für den SVS.

Stockum

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir auf alle Teams der abgelaufenen Saison aus Werne und Herbern.

SV Stockum (Kreisliga A, Platz 11, 24 Punkte, 7 Siege, 3 Unentschieden, 16 Niederlagen)

Spiel der Saison: Der SV Stockum hatte einige hohe Siege in der Hinrunde. 5:1 gegen den Türkischen SC Hamm, 4:0 gegen die SG Bockum-Hövel II, 7:1 gegen den Hammer SC. Außerdem gewannen die Stockumer in der ersten Runde des Kreispokals gegen den Oberligisten Holzwickeder SC nach Elfmeterschießen. Trotzdem war das Spiel der Saison wohl der 2:1-Sieg in der Rückrunde gegen den VfL Mark. Es war der einzige Sieg, den die Stockumer auf sportlichem Wege in der Rückrunde holten. Wären die drei Punkte nicht gewesen, würde der SVS nun auf dem Relegationsplatz stehen.

Das Highlight der Saison: Stockum hat die Klasse gehalten. Mehr geht nicht. Nachdem in der Winterpause neun Spieler die Mannschaft verließen, der Trainer ausgetauscht wurde und der Sportliche Leiter auch abtrat, war es überhaupt fraglich, wie es weitergehen soll. Das am Ende sogar schon vorzeitig der Klassenerhalt feststand, ist eine außergewöhnliche Leistung nach dem Aderlass im Winter.

Wendepunkt der Saison: Die Installation von Zakaria Slimani als Cheftrainer. Slimani war eigentlich Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm aber in der Winterpause das Amt von Ralf Gondolf mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen und das Team bis zum Schluss durch die Saison zu bringen. Beides hat er geschafft.

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Kuriosum der Saison: Gleich sieben Abmeldungen fand Geschäftsführer Yassine Najih am 30. Dezember 2018 in seinem Briefkasten vor. Dazu standen zwei weitere Abgänge fest. Auch der Sportliche Leiter ging aus persönlichen Gründen. Der Trainerwechsel folgte, das Chaos schien perfekt. Eine ganz besondere Situation, in der sich der SV Stockum in der Winterpause befand.

Lowlight der Saison: Sportlich könnte man hier ganz klar die Rückrunde des SV Stockum anmerken. Schwächstes Rückrundenteam mit nur sieben Punkten. Doch es war vor allem die Außendarstellung, die der Verein im Winter abgab. Es sah nach Chaos, Problemen und internen Dramen aus. Am Ende ging es zwar gut aus, aber Stockum musste auch einiges dafür tun.

Der Spieler der Saison: Iliaas Baaka. So sieht Treue zum Verein aus. Baaka hat in der Hinrunde noch Kreisliga C für die Reservemannschaft des SVS gespielt, blieb im Winter dem Verein treu und hatte sich bereit erklärt, in der Rückrunde für die erste Mannschaft zu spielen. Dort machte er fast alle Spiele und lief auch noch fast immer als Kapitän auf.

Die Maschine der Saison: Zakaria Slimani. Was Slimani beim SV Stockum in der vergangenen Rückrunde geschafft hat, das schaffen nicht viele. Slimani hat sich bereit erklärt, die erste Mannschaft mit einem Rumpfkader zu übernehmen. Zusätzlich fuhr er zu den Spielen der Reservemannschaft, die er noch in der Hinrunde trainiert hatte, bevor es dann zur ersten Mannschaft ging, wo das selbe Prozedere stattfand. Scouting, Trainingsvorbereitung, Spielnachbereitung, Austausch mit Spielern und Vorstand, Ansprachen und dann noch selbst auf dem Platz stehen. Mehr Einsatz geht nicht für einen Verein.

Das sagt der Trainer: „Es war eine schwierige Situation für uns. Wir haben den Kampf angenommen, hatten ein Ziel gehabt, haben dieses erreicht. Wir haben unsere Ziele erreicht, das ist das was wir wollten und von daher alles gut. Ziel erreicht, Vorgaben erreicht.“ - Zakaria Slimani

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Die Saison als Song: „Crazy“ von Gnarls Barkley. Verrückt ist der treffende Begriff für die Saison des SV Stockum.

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