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Entdecker-Glück in Raum und Zeit

Osnabrücker Land

Von der Urzeit über die Epoche der Römer bis hin zum Westfälischen Frieden: Das Osnabrücker Land lädt zum Entdecken ein.

03.04.2020, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Landschaft mit Bauernhof in der ‚Borgloher Schweiz‘ in Hilter-Borgloh, Osnabrücker Land, Niedersachsen

Landschaft mit Bauernhof in der ‚Borgloher Schweiz‘ in Hilter-Borgloh, Osnabrücker Land, Niedersachsen © Dieter Schinner

Naturerleben über und unter Tage, zwei Orte der Weltgeschichte und 300 Millionen Jahre Erdgeschichte: Wer das Osnabrücker Land mit Entdecker-Lust erkundet, findet auf überraschend vielfältige Arten sein Glück.

Friedensstadt und Varusschlacht

Die Varusschlacht in Kalkriese und das Rathaus des Westfälischen Friedens in Osnabrück – wer für Historisches schwärmt, den faszinieren diese beiden Stätten der Weltgeschichte. Denn im spätgotischen Rathaus ist der Friedenssaal fast genauso erhalten, wie ihn die Mächtigen Europas am 24. Oktober 1648 nach der allerersten internationalen Friedenskonferenz der Weltgeschichte verließen.

Entdecker-Glück in Raum und Zeit

© Jette Golz

Sie traten auf die Rathaustreppe und verkündeten dem Volk auf dem Marktplatz, der ebenfalls weitgehend unverändert ist, das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Und in Kalkriese erlebten die Legionen der Weltmacht Rom im Jahre 9 nach Christus ihre erste große Niederlage seit Jahrhunderten: Feldherr Varus unterlag dem germanischen Heerführer Arminius.

Entdecker-Glück in Raum und Zeit

© Foto Klaus Herzmann

Das Varusschlacht Museum gleich beim historischen Schauplatz im Wiehengebirge erzählt diese Geschichte. Es berichtet zudem über die Jahrzehnte lange archäologische Spuren-Suche, über das Auffinden des historischen Schlachtfelds. Darüber hinaus zeigt das Museum regelmäßig spannende Sonderausstellungen – bis zum 25. Oktober zum Beispiel „2 Millionen Jahre Migration“. Das Aus- und Einwandern, das zeigen Beispiele aus allen Epochen, gehört offenbar zum Wesen des Menschseins.

Fledermäuse im Piesberg

Mindestens ebenso spannend wie diese Kapitel der Weltgeschichte sind die „kleinen“ Geschichten im Osnabrücker Land. Sie drehen sich um Wind- und Wassermühlen, um die Wittekindsburg im Nettetal und natürlich um den Piesberg. Er ist der Hausberg der Osnabrücker, er ist als größter Hartsteinbruch Europas das vielleicht spannendste und ganz sicher das größte Schaufenster in die Erdgeschichte, das es im Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita gibt. Und er ist das Schlafzimmer unzähliger Fledermäuse. Wann genau die ersten einzogen, weiß niemand. Warum die Flattertiere hier sesshaft wurden, ist hingegen kein Geheimnis.

Die Geschichte beginnt vor 300 Millionen Jahren: Wo sich heute Piesberg, Wiehengebirge und Teutoburger Wald erheben, war damals ein warmer Küstenstreifen mit üppiger Vegetation, die nicht verrottete, sondern in den folgenden Äonen zu Steinkohle wurde. Im 19. Jahrhundert begann der Abbau des Bodenschatzes, der 1951 endgültig erschöpft war.

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© Ingmar Bojes copyright TERRA.vita

Irgendwann danach entdeckten 16 der insgesamt rund 20 heimischen Fledermausarten die alten Schächte und Stollen des Bergwerks als ideales Winterquartier. Diese Geschichte erzählt ein neuer Ausstellungsteil des Osnabrücker Museums Industriekultur in den alten Bergwerksgebäuden. Wer im Winter herkommt und in den Besucher-Schacht herabfährt, sieht einige der schlummernden Flug-Säuger von der Decke hängen – fotografieren erlaubt, anfassen nicht, denn das würde die Tiere wecken.

Alle Infos der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land mbH:

Tel. 0541 / 323 45 67

E-Mail: service@osnabruecker-land.de

Web: www.osnabruecker-land.de