Anzeige

„Es war wie verhext“

Stefanie und Matthias

Drei Mal wollte Matthias seiner Stefanie einen Antrag machen. Doch widrige Umstände verhinderten es – der vierte Anlauf glückte.

05.12.2019, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Es war wie verhext“

Den Antrag bekam Stefanie in ihrem Büsumer Lieblingscafé. Foto privat

Matthias kann einem schon fast leidtun. Drei Mal hatte er seiner Freundin Stefanie einen Heiratsantrag machen wollen – doch jedes Mal kam etwas dazwischen. „Es war wie verhext“, erinnert er sich. Beim vierten Versuch konnte der 35-Jährige seinen Plan dann endlich umsetzen, wie er sagt: „Aber auch hier gab es Komplikationen.“

Doch beginnen wir am Anfang: Kennengelernt haben sich Stefanie und Matthias im April 2016 durch die Dating-App Tinder. Kurz darauf fand bereits das erste Treffen in einem Dorstener Eiscafé statt. Die Chemie stimmte von Anfang an, wie sich Stefanie erinnert: „Wir redeten über Gott und die Welt. Dabei haben wir festgestellt, dass Matthias meinen Papa kennt, da er der Hörgeräteakustikermeister meines Vaters ist.“ Da mussten beide lachen – die Welt ist klein.

„Es war wie verhext“

Das Paar lernte sich im April 2016 kennen. Foto privat

Nach ungefähr vier Stunden wollten sie sich dann etwas die Füße vertreten und beschlossen, noch über den Blumenmarkt in Holsterhausen zu schlendern. Im Anschluss mochten Matthias und Stefanie aber immer noch nicht „Tschüß“ sagen. Denn: „Wir haben uns einfach super verstanden und die Zeit verflog unglaublich schnell“, sagt Matthias. Daher wurde das Treffen um ein Abendessen in einem Restaurant verlängert.

„Ein Kribbeln machte sich bemerkbar, als sich beim Weitergeben der Karte zufällig unsere Finger berührten“, so Stefanie, die eine Aldi-Filiale in Dorsten leitet. Und weiter: „Man hat bemerkt, dass da etwas Besonderes zwischen uns ist.“ Als das Restaurant am Abend schließen wollte, unterhielten sich beide vor der Tür noch eine Stunde weiter. „Dann haben wir uns für den nächsten Tag verabredet und einen weiteren Tag später frage ich sie, ob ich bei Facebook meinen ‚Beziehungsstatus‘ ändern dürfe. Und damit waren wir innerhalb weniger Tage ein Pärchen geworden“, so Matthias.

Seitdem ist viel passiert: Zunächst wurde zwischen seiner Wohnung in Holsterhausen und ihrer in Erle gependelt, bis man sich für die Wohnung mit Garten in Erle entschied. Auch Familienzuwachs haben die beiden in Form von drei süßen Hunden bekommen.

„Es war wie verhext“

Stefanie und Matthias wollen im August 2020 heiraten. Foto privat

Den Antrag wollte Matthias seiner Stefanie dieses Jahr im Herbst dann eigentlich auf der Bühne eines Biergartenkonzerts machen. Jedoch fiel das krankheitsbedingt aus. Den zweiten Anlauf nahm er bei einem Urlaub in Berlin. „Oben auf dem Alex sollte es passieren. Aber Stefanie wollte dann spontan etwas anderes unternehmen“, so Matthias. „Dann schenkte ich ihr zum 30. Geburtstag eine Übernachtung in einem Schlaf-Strandkorb auf Büsum. Wegen Unwetterwarnung fand aber auch das nicht statt.“

So wich er dann auf das Büsumer Lieblingscafé der beiden aus, denn er wollte es nicht erneut aufschieben. „Er war so aufgeregt, dass er unsere Getränke umstieß und ich alles abbekam“, so Stefanie, die natürlich trotzdem „Ja“ sagte, als er mit „bebender Stimme“ endlich sein Anliegen äußern konnte. „Und als wir meinen Eltern später unsere Verlobung mitteilten, schmiss er direkt wieder ein Getränk um. Dieses Mal bekam aber meine Mutter alles ab.“ Im Nachhinein war es also ein feuchtfröhlicher Abend!

Hier geht es zur Abstimmung.