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Beschlüsse zum Krankenhausgestaltungsgesetz begrüßt

Kehrtwende bei der Klinikplanung

Die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände begrüßen das vom Landtag verabschiedete Krankenhausgestaltungsgesetz (KHGG NRW).

23.03.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dem KHGG wurde die dringend erforderliche Kehrtwende bei der Klinikplanung eingeleitet.

Mit dem KHGG wurde die dringend erforderliche Kehrtwende bei der Klinikplanung eingeleitet. © foto AOK/hfr.

„Damit wurden die dringend erforderliche Kehrtwende bei der Klinikplanung eingeleitet und gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur geschaffen, die Digitalisierungschancen berücksichtigt und den Ressourceneinsatz optimiert“, erklärt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST, für die gesetzlichen Krankenkassen.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten

Die durch das KHGG vorgesehenen neuen Gestaltungsmöglichkeiten müssen nach Auffassung der gesetzlichen Krankenkassen vom Land jetzt konsequent genutzt und zeitnah umgesetzt werden. Die vorgeschlagenen Spezialisierungs- und Konzentrationsprozesse sowie Mindestfallzahlen müssen im Ergebnis dazu führen, dass bestimmte hochspezialisierte Leistungen künftig auch nur noch von klar definierten Kliniken im Land erbracht werden dürfen.

„Bislang ist es leider so, dass auch von Krankenhäusern der Grundversorgung viel zu oft komplexe Eingriffe vorgenommen werden, die unter Qualitätsaspekten besser in spezialisierten Einrichtungen erbracht werden sollten“, so Ackermann.

Zielgerichteter Personaleinsatz

Außerdem ermöglicht die Konzentration von Krankenhausstandorten einen zielgerichteten ärztlichen und pflegerischen Personaleinsatz, höhere Investitionsmittel pro Krankenhausstandort und höhere Qualitätsstandards.

Für die gesetzlichen Krankenkassen ist dabei wichtig, dass auch bei der Bündelung der Leistungen eine flächendeckende Versorgung auch in ländlichen Regionen weiterhin sichergestellt ist.

Die von der KGNW in diesem Zusammenhang geäußerten Befürchtungen, dass die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung gefährdet sei, sehen die gesetzlichen Krankenkassen nicht.