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Klimawandel hat starken Einfluss auf die Gesundheit

Report ‚Klima und Gesundheit‘

In Westfalen-Lippe müssen Ältere künftig wohl häufiger an Hitzetagen ins Krankenhaus. Das geht aus dem Report ‚Klima und Gesundheit‘ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.

21.07.2021, 08:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
An Hitzetagen mit über 30 Grad Celsius kommen viele ältere Menschen in Westfalen-Lippe mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus. Setzt sich die Erderwärmung ungebremst fort, könnten sich die hitzebedingten Klinikeinweisungen weiter erhöhen.

An Hitzetagen mit über 30 Grad Celsius kommen viele ältere Menschen in Westfalen-Lippe mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus. Setzt sich die Erderwärmung ungebremst fort, könnten sich die hitzebedingten Klinikeinweisungen weiter erhöhen. © AOK/hfr.

Der Report zeigt auf, wie stark der Klimawandel die Gesundheit der Menschen auch in Westfalen-Lippe in Zukunft beeinträchtigen könnte. Besonders hitzegefährdet sind Menschen mit Demenz und Alzheimer sowie anderen Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Depressionen, Diabetes und chronischen Atemwegserkrankungen. „Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels erfordern künftig verstärkt Maßnahmen im Bereich Gesundheitsschutz und Prävention“, sagt Tom Ackermann Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

In Deutschland ist jeder vierte AOK-Versicherte über 65 Jahre überdurchschnittlich gefährdet, an Hitzetagen mit über 30 Grad Celsius gesundheitliche Probleme zu bekommen und deshalb ins Krankenhaus zu müssen.

Werte könnten sich deutlich verschlechtern

In Westfalen-Lippe kam es im Jahre 2018 insgesamt zu 417 hitzebedingten Klinikeinweisungen je Million älterer AOK-Versicherter ab 65 Jahren. Damit liegt Westfalen-Lippe zwar 14,5 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 488 hitzebedingten Klinikeinweisungen.

Doch wenn die Erderwärmung ungebremst voranschreitet und keine weiteren Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen ergriffen werden, könnten sich die Werte künftig deutlich verschlechtern. „Das zeigt, wie wichtig es ist, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, um eine Belastung des Gesundheits- und Pflegesystems zu vermeiden. Darüber hinaus muss die Bevölkerung stärker über Risiken des Klimawandels informiert werden, um sich besser schützen zu können“, so Ackermann.

Gutes Beispiel

Die AOK NORDWEST möchte in der Klimadiskussion mit gutem Beispiel vorangehen und den CO2-Fußabdruck weiter verbessern. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen sollen konsequent fortgesetzt werden. Dazu gehören eine nachhaltige Energieversorgung wie die Umstellung der Stromversorgung auf Grünstrom und die Verwendung von ökologischen, naturbelassenen und nachhaltigen Materialien in unterschiedlichen Feldern des Beschaffungsmanagements.

Weiter dazu gehören Maßnahmen im Bereich Travelmanagement wie der Ausbau der eMobilität bis hin zur Schaffung von mehr Sensibilität für ein klimafreundliches Verhalten in der Belegschaft. Auch im Kundenservice, bei der Prävention und im Vertragsbereich sollen Aspekte von Nachhaltigkeit und Klimaschutz künftig noch mehr Bedeutung haben.