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Krankschreibungen in Zeiten der Pandemie

Hohe Fehlzeiten in Dortmund

Erziehungs- und Gesundheitsberufe sind in Westfalen-Lippe am stärksten von Covid-19 betroffen.

06.04.2021, 07:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beschäftigte in der Kinderbetreuung und -erziehung haben 2020 in Westfalen-Lippe im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz häufig gefehlt.

Beschäftigte in der Kinderbetreuung und -erziehung haben 2020 in Westfalen-Lippe im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz häufig gefehlt. © foto AOK/hfr.

Beschäftigte in Erziehungs- und Gesundheitsberufen waren in Westfalen-Lippe von März bis Dezember 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitglieder der AOK NORDWEST.

Am häufigsten haben in diesem Zeitraum Medizinische Fachangestellte und Beschäftigte in der Kinderbetreuung und -erziehung sowie in der Altenpflege im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. „Die Ergebnisse bestätigen erneut unsere bisherigen Analysen. Danach waren Beschäftigte aus Berufen mit vielen Kontakten zu anderen Menschen im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Insgesamt erhielten von den AOK-versicherten Erwerbstätigen in Westfalen-Lippe von März bis Dezember 2020 genau 19.466 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht 1833 Erkrankte je 100.000 AOK-versicherten Beschäftigten oder 1,83 Prozent der AOK-versicherten Erwerbstätigen.

Insbesondere Medizinische Fachangestellte waren vergleichsweise häufig betroffen. Hier war die AU-Quote mit 3,7 Prozent am höchsten. Auf den folgenden Rängen landeten die Berufe in der Kindererziehung und -betreuung (3,65 Prozent), in der Altenpflege (3,24 Prozent) und die Zahnmedizinischen Fachangestellten (3,19 Prozent). Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten sich in der Hochschullehre und -forschung mit einer AU-Quote von 0,43 Prozent und in der Landwirtschaft (0,56 Prozent).

Regionale Unterschiede

Regionale Unterschiede im Covid-19-Infektionsgeschehen spiegeln sich auch bei den AU-Quoten wider. Im westfälisch-lippischen Vergleich war die höchste AU-Quote in der Stadt Dortmund mit 2,5 Prozent am höchsten, während sie in Münster (1,27 Prozent) und Herne (1,02 Prozent) am geringsten waren.