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Mehr Qualität in der stationären Versorgung: Kehrtwende in NRW eingeleitet

Krankenhaus-Planung

Es heißt Abschied nehmen von der Bettenzahl als Planungsgröße in Krankenhäusern. Künftig soll differenziert über Leistungsbereiche und Leistungsgruppen geplant werden.

15.09.2021, 08:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für AOK-Chef Tom Ackermann wird mit der neuen Krankenhausplanung die dringend erforderliche Kehrtwende eingeleitet und es werden gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur im Land geschaffen.

Für AOK-Chef Tom Ackermann wird mit der neuen Krankenhausplanung die dringend erforderliche Kehrtwende eingeleitet und es werden gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur im Land geschaffen. © AOK/hfr.

„Wir gehen in Nordrhein-Westfalen mutig voran. Als erstes Bundesland werden wir mit der neuen Krankenhausplanung die bestmögliche Qualität in der stationären Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger erreichen“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei der Vorstellung der neuen Pläne. Laumann machte deutlich, dass Krankenhäuser für über 90 Prozent der Bevölkerung in NRW innerhalb von 20 Autominuten erreichbar sein sollen.

Am Patienten orientiert

Für AOK-Chef Tom Ackermann wird mit der neuen Krankenhausplanung die dringend erforderliche Kehrtwende eingeleitet und es werden gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur im Land geschaffen. „Das stärkt die Behandlungsqualität und optimiert den Ressourceneinsatz“, so Ackermann. Nach seiner Meinung müssen die Patienten darauf vertrauen können, dass Behandlungen nur dort erfolgen, wo die bestmöglichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. „Die Pandemie hat gezeigt, dass klare Zuständigkeiten und Spezialisierungen notwendig sind“, so Ackermann.

Die angestrebten Spezialisierungs- und Konzentrationsprozesse müssten dazu führen, dass hoch spezialisierte Leistungen künftig auch nur noch von klar definierten Kliniken erbracht werden dürfen. „Die Konzentration von Krankenhausstandorten ermöglicht einen zielgerichteten ärztlichen und pflegerischen Personaleinsatz, höhere Investitionsmittel pro Krankenhausstandort und höhere Qualitätsstandards“, so Ackermann.

Für Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), ist wichtig: „Die heute verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung abzusichern, muss das Ziel bleiben.“

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