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Mit Achtsamkeit den Alltag entschleunigen

Vollbesetztes LCC beim AOK-Gesundheitstalk

Mit dem neuen AOK-Präventionsprogramm LebeBalance können Menschen lernen, ihre innere Stärke zu trainieren. Das war einer der Wege zu mehr Ausgeglichenheit, die beim AOK-Gesundheitstalk unter dem Motto „Auf der Suche nach mehr Balance in Alltag und Beruf“ im vollbesetzten Lensing-Carrée Conference Center (LCC) in Dortmund diskutiert wurden.

29.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Mit Achtsamkeit den Alltag entschleunigen

Diskutierten beim AOK-Gesundheitstalk im voll besetzten Lensing-Carrée Conference Center: (v.l.) Prof. Dr. Martin Bohus, Prof. Dr. Hans-Jörg Assion, AOK-Chef Tom Ackermann, Diplom-Psychologin Lisa Lyssenko und Moderator Sven Preger.

Wie wichtig das Thema in der Gesellschaft ist, machte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann deutlich: „Jeder Dritte leidet einmal im Jahr an einer psychischen Störung.“ Das führe zu einer eingeschränkten Lebensqualität. Allein in der Region Westfalen-Lippe verzeichnete die AOK NORDWEST über zwei Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen.


Frühwarnsystem kennen

Die Ursache für die signifikante Zunahme psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren begründete Prof. Dr. Martin Bohus, Ärztlicher Direktor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, mit dem heutigen Struktur- und Anforderungswandel. „Neue Technologien, digitale Prozesse, aber auch unsichere Beschäftigungsverhältnisse und geforderte Mobilität sowie die Vielfalt an Möglichkeiten sind eine große Herausforderung und erfordern eine hohe Umstellungsbereitschaft.“ Daher sei es wichtig, das eigene Frühwarnsystem zu kennen und Möglichkeiten der Regeneration zu entwickeln.

„Anzeichen für ein gestörtes Gleichgewicht sind Schlafstörungen, ein Grübeln und Wälzen von Problemen in der Nacht und somatische Probleme. Betroffene sind außerdem oft reizbar, können sich schlecht konzentrieren und leiden an Energie- und Motivationsverlusten,“ erklärte Prof. Dr. Hans-Jörg Assion, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Dortmund. Ein wichtiger Punkt sei daher, sich klar zu werden, was wirklich wichtig ist und „Halt“ zu sagen, um sorgsam mit sich selbst umzugehen.


Wege aus der Überlastung

Welche Bewältigungsmechanismen aus der Überlastung führen können, erklärte Diplom-Psychologin Lisa Lyssenko, Geschäftsführerin des Instituts für wissenschaftliche psychologische Prävention Freiburg. Ein wichtiger Schutzfaktor sei das achtsame Wahrnehmen der eigenen Person und der aufmerksame Umgang mit den eigenen Gedanken. „Dazu eignen sich Achtsamkeitsübungen, die den Alltag entschleunigen können“, erklärte Lisa Lyssenko. Sie nahm die Zuschauer mit in eine kleine Übung, die helfen sollte, ganz im Hier und Jetzt zu verweilen, ohne Gedanken an die tägliche To-do-Liste, Sorgen oder Tagträume.

Eine weitere Möglichkeit, die innere Stärke zu trainieren, stellte Tom Ackermann mit dem AOK-Präventionsprogramm LebeBalance vor. „Die Teilnehmer erhalten Hilfestellung, wie sie die Balance finden, Stress bewältigen, die innere Stärke ausbauen und Orientierung behalten können,“ so Ackermann.