Große-Budde wird erneut Trainer bei den Damen des SV Herbern: „Das war so nicht geplant“

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Er macht‘s noch einmal: Frank Große-Budde wird nach einjähriger Pause erneut Trainer der Fußball-Damenmannschaft des SV Herbern. Er übernimmt sein altes Amt aber nur für eine Saison.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Das kam überraschend. Nach nur einem Jahr kehrt Frank Große-Budde als Frauentrainer des SV Herbern an die Seitenlinie zurück, übernimmt das Amt von Heiner Döbbe. „Das war so nicht geplant“, gestand er im Gespräch mit dieser Redaktion.

Für Große-Budde kam es überraschend, nun doch noch als Trainer der Herberner Damen vorgestellt zu werden. „Ich hatte vor Kurzem ein Gespräch mit dem Vorstand. Da sah es so aus, dass ich es nicht machen werde, da wir an gewissen Punkten nicht auf einen Nenner kamen“, so Große-Budde.

Doch Toni und Laura Brockmeier, der Abteilungsleiter Jugendfußball und die Kapitänin der Damen des SV Herbern, seien später auf den Coach zugegangen und haben ihm ein langfristiges Konzept für die Herberner Frauenabteilung vorgestellt. „Die beiden haben dann grünes Licht vom Vorstand bekommen und das hat mich dann letztlich doch überzeugt“, erzählt Große-Budde. „Diese Möglichkeit wollte ich nicht sausen lassen, denn die Mädels sind mir einfach wichtig. Für mich ist es absolut eine Herzensangelegenheit!“

Sabbatical genossen

Seine fußballfreie Zeit in den vergangenen 12 Monaten habe Große-Budde sehr genossen: „Die hat mir wirklich gutgetan, ich konnte mich zurücklehnen und habe nicht wirklich viele Spiele gesehen - auch wenn meine Tochter ja bei Herbern spielt. Eben ganz oder gar nicht.“ Große-Budde war lange stiller Beobachter, in den letzten Spielen der abgelaufenen Saison habe der Coach aber gemerkt, „dass einiges nicht mehr so rund läuft beim SVH.“ „Ich habe viel Arbeit in die Mannschaft gesteckt und sie bis in die Landesliga geführt. Das Geleistete wollte ich jetzt nicht einfach so vor die Hunde gehen lassen“, sagt Große-Budde zu seinem erneuten Engagement.

Ohne ein gescheites Trainerteam wäre die Mannschaft laut Große-Budde wohl auseinandergebrochen. „Wahrscheinlich hätten sich nicht genügend Spielerinnen für eine konkurrenzfähige Landesliga-Mannschaft gefunden“, sagt der Coach. In der kommenden Spielzeit will Große-Budde auch erfolgreich sein. „Wir wollen uns in der Liga etablieren, im gesunden Mittelfeld landen und auch nach Niederlagen den nötigen Ehrgeiz für die nächsten Spiele entwickeln. Das wäre klasse“, sagt er.

Große-Budde wieder da - aber nur für eine Saison

Frank Große-Budde hat bereits angekündigt, nur für eine Saison als Trainer zur Verfügung zu stehen. „Danach ist definitiv Schluss. Ob ich das Amt danach nie wieder übernehmen werde, kann ich nicht ausschließen. In anderer Funktion werde ich dem Klub aber bestimmt erhalten bleiben.“

Große-Budde war in der Saison 2017/18 mit den Herberner Frauen in die Landesliga aufgestiegen, übergab den Trainerposten im vergangenen Jahr an seinen damaligen Co-Trainer Andreas Weber, der von seinem Posten wegen interner Unstimmigkeiten und Unruhe im Umfeld nach einem halben Jahr aber schon wieder abtrat. Für ihn übernahmen im Winter interimsmäßig Heiner Döbbe und Björn Christ.

Jetzt ist der alte Trainer Große-Budde wieder da. Am 14. Juli wird er dann seine ehemaligen und erneuten Spielerinnen zum Auftakt begrüßen.

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