Beim 3:2-Sieg der TVW-Verbandsliga-Volleyballerinnen in Massen war Trainer Jochen Schönsee stinksauer über die Schiedsrichter-Leistung. Der ist mit der Kritik überhaupt nicht einverstanden.

Werne

, 19.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern - sie sind im Sport allgegenwärtig. Die Unparteiischen sind auch nur Menschen, Fehler passieren. Und die Kritik, die von Zuschauern, Trainern und Spielern kommt, sind die Referees jeder Sportart mittlerweile gewohnt. Aber wann geht Kritik zu weit? Und anders herum: Wann ist eine Fehlentscheidung nicht mehr zu akzeptieren?

Diese Fragen stellen sich auch nach dem 2:3-Sieg der Werner Volleyball-Damen beim EVC Massen, der immer noch nachwirkt: TVW-Trainer Jochen Schönsee hatte sowohl während als auch nach der Verbandsligapartie am vergangenen Samstag die Leistung des Unparteiischen Horst Schubert kritisiert. Nach dem Spiel erklärte Schönsee seinen Ärger: „Der Schiedsrichter ist der Mann einer Massener Spielerin und zudem ehemaliger Spieler des Vereins.“

Westdeutscher Volleyball-Verband informiert

Diese Aussage wollte Birgit Schubert, die angesprochene Frau des Schiedsrichters, nicht auf sich sitzen lassen und erklärte, dass ihr Mann schon ewig kein Mitglied beim EVC Massen mehr sei. „Außerdem spiele ich selbst schon seit acht bis zehn Jahren kein Volleyball mehr, bin nur passives Mitglied“, so Schubert. Dass jeder während oder nach einer Partie mal sauer sei, dafür habe die 50-Jährige Verständnis, die Kritik von Schönsee sei aber „eindeutig drüber“. Ihr Mann habe wegen der Aussagen Schönsees bereits den Verband informiert.

Schönsee bleibt aber gelassen: „Der Verbands-Spielwart kann mich gerne anrufen, dem werde ich genau das erzählen, was ich nach dem Spiel am Samstag schon gesagt habe“, so der TVW-Trainer. Er bleibe bei seiner Meinung, dass Schiedsrichter Horst Schubert nicht unparteiisch war, seine eigenen Aussagen seien nicht übertrieben gewesen.

Schönsee bleibt gelassen

Ein weiterer Satz Schönsees, den Birgit Schubert, die am Samstag übrigens selbst nicht in der Halle war, nicht akzeptieren wolle, sei die Aussage, dass Massen sich einen dreckigen Punkt erspielt habe. „Das geht gar nicht“, so Schubert. Aber auch hier bleibt Jochen Schönsee gelassen, diese Aussage sei nicht auf den Schiedsrichter bezogen. „Jeder Fußball-Trainer sagt diesen Satz, wenn eine Mannschaft, die nicht gut gespielt hat, trotzdem irgendwie einen Punkt geholt hat“, erklärte der Werner Trainer.

Unabhängig davon, ob der Westdeutsche Volleyball-Verband in der Sache noch einmal aktiv werden sollte oder nicht, die TVW-Damen haben auf jeden Fall - Schiedsrichterleistung hin oder her - einen Sieg aus Massen mitgebracht und überwintern an der Tabellenspitze der Verbandsliga.

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