Herbern verpasst Vorentscheidung im Abstiegskampf

Fußball: Landesliga

Herberns Trainer Holger Möllers war nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft in der Fußball-Landesliga bei SV Rot Weiss Deuten am Sonntag, 26. März, etwas angefressen. Gegen den 13. der Tabelle verpasste seine Elf einen „Big Point im Abstiegskampf“, sagte er. Seine Mannschaft habe zu naiv gespielt und sich so die zweite Pleite in Folge eingefangen.

HERBERN

, 28.03.2017, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herbern verpasst Vorentscheidung im Abstiegskampf

Besorgte am Sonntag die 1:0-Führung für den SV Herbern: Ahmed Schett (l.).

„Die Niederlage war überflüssig und dumm“, sagte der Trainer. Doch neben der Leistung seiner eigenen Mannschaft stieß auch die Platzauswahl des Gegners bei Möllers auf Unverständnis. Am Freitag hätten die Herberner Bescheid bekommen, dass sie am Sonntag auf Asche spielen würden. Der Rasenplatz sei gesperrt gewesen „und das bei bestem Wetter“, sagte Herberns Trainer.

Auch wenn der Untergrund für ihn nicht den endgültigen Ausschlag für die Niederlage gegeben habe, „ärgert es mich, dass der Gegner mit diesen Mitteln damit durchkommt. Sie haben ihren Zweck erreicht, aber damit keine Freunde gewonnen“, sagte der Trainer, „die Verletzungsgefahr ist auf Asche auch viel größer.“

Denn trotz einer 1:0-Führung durch einen Treffer von Ahmed Schett (15.) standen die Herberner nach 90 Minuten mit leeren Händen dar. „Uns fehlte einfach die Cleverness“, sagte Möllers, „wir haben nicht dreckig genug gespielt.“ Eine clevere Mannschaft hätte die Deutener mit 4:0 nach Hause geschickt, „wir sind in Schönheit gestorben“, sagte Möllers.

Zwei Minuten vor Abpfiff musste Verteidiger Nils Venneker mit Gelb-Rot vom Feld, wegen wiederholten Foulspiels. Auch wenn die Entscheidung des Schiedsrichters für Möllers vertretbar war, sei der Offizielle bei der ersten Gelben Karte gegen seinen Verteidiger auf eine schauspielerische Leistung des Gegners reingefallen – doch auch der Platzverweis sei keine Begründung für die Niederlage. „Es hat nur an uns gelegen“, sagte Möllers. Im Heimspiel gegen Gemen am Sonntag (2. April, 15 Uhr, Sportanlage Herbern, Werner Straße 10a, 59387 Ascheberg) wird Venneker fehlen.

Nur vier Punkten trennen die Herberner von der TSG Dülmen, die aktuell den ersten Abstiegsplatz belegt. Doch auch vor dem Spiel ging der Blick der Herberner nach unten, wie Möllers sagte. „Ich lasse da auch nicht nach“, sagte er. Aus der Niederlage in Deuten müsse seine Mannschaft lernen und etwas mitnehmen für die nächsten Spiele. Allerdings „musste Deuten auch sehr viel investieren, um uns zu schlagen“, sagte er.

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