Hoffnung auf Regionalligaverbleib wächst

Frintrop zieht zurück

Aus dem Westfälischen Basketball-Verband (WBV) kam am Donnerstag die Bestätigung, dass der Essener Klub Adler Frintrop kommende Saison nicht in der 1. Regionalliga startet, obwohl sie sportlich die Klasse gehalten hatten. Für die LippeBaskets Werne kann das den nachträglichen Klassenerhalt bedeuten.

WERNE

, 05.05.2017, 05:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Statt dem Vorletzten Hagen Haspe begleitet nun Frintrop den Letzten Bielelfeld in die 2. Regionalliga. Das wiederum hat folgende Konsequenzen: Das Duo Hagen-Haspe/Bielefeld wäre in die 2. Regionalliga, Staffel 2, abgestiegen, zu der Werne gehört. Durch die beiden Absteiger hätten wiederum auch die LippeBaskets eine Liga tiefer, in die Oberliga, gehen müssen. Da Frintrop aber in die 2. Regionalliga, Staffel 1, einsortiert wird, steigt in der Werner Staffel nur die CSG Bulmke ab. Der Letzte, der TVO Biggesee, hatte während der abgelaufenen Saison sein Team bereits zurückgezogen.

Für die LippeBaskets Werne würde der drittletzte Platz in der Tabelle ausreichen, um auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga aufzulaufen. Unter einer Bedingung: Hagen Haspe muss kommende Saison 1. Regionalliga spielen wollen.

Kein Kommentar von Haspe

Auf Anfrage wollte sich der Vorsitzende des Vereins, Karl-Heinz Langer, dazu am Donnerstag nicht äußern. Er befindet sich nach eigener Aussage im Urlaub. Erst nach seiner Rückkehr würde man sich im Verein zusammensetzen und eine Entscheidung treffen. Seitens des WBV will man heute eine Staffeleinteilung für die kommende Saison auf der eigenen Homepage veröffentlichen. Die dürfte zunächst Frintrop als weiteren Absteiger neben Bielefeld aus der 1. Regionalliga berücksichtigen.

Aus der 2. Regionalliga, Staffel 2 werden die Westfalen Mustangs als sportlicher Aufsteiger berücksichtigt. Ob das so bleibt, ist fraglich. Anfang der Woche berichtete zunächst die Tageszeitung „Die Glocke“, dass vier Spielern Gehälter nicht gezahlt wurden, sie zudem statt wie versprochen in Wohnungen in diversen Hotels und Flüchtlingsunterkünften wohnen mussten. Einige der gebuchten Hotels warten ebenfalls noch auf Geld. Insgesamt sollen die Mustangs mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag in der Kreide stehen. Derzeit prüft die zuständige Staatsanwaltschaft die Vorwürfe.

Henke: "Es ist schon blöd"

„Es ist schon blöd, wenn man sich Spieler einkauft, die einen zum Titel führen und sich dann nicht an Abmachungen hält“, sagt LBW-Trainer Christoph Henke dazu. Er findet es allgemein unglücklich, dass sich nun im Nachhinhein noch mehr Bewegung in den Staffeln anbahnt: „So soll es nicht sein. Es ist nicht gut für den Sport, wenn sportliche Entscheidungen später am Grünen Tisch verworfen werden.“

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