Anzeige

In seiner Eröffnungsrede blickt Martin Eul auf die Finanzbranche

Maß und Mitte halten

In das 17. Wirtschaftsgespräch der Dortmunder Volksbank stieg Martin Eul – fast schon traditionell – mit einem Überblick über die derzeitige „Großwetterlage“ ein.

02.04.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Eul begrüßte rund 300 geladene Gäste beim Wirtschaftsgespräch der Dortmunder Volksbank.

Martin Eul begrüßte rund 300 geladene Gäste beim Wirtschaftsgespräch der Dortmunder Volksbank. © Dieter Menne Dortmund

Die der Gesamtwirtschaft und die der eigenen Branche. Dabei fand er zum Teil deutliche Worte für einige Auswüchse der jüngsten Vergangenheit. Stichworte waren hier unter anderem Cum-Ex und Geldwäsche. Außerdem würde die EZB mit ihrer nach wie vor praktizierten Niedrigzins-Politik zwar hoch verschuldete und reformunwillige Eurostaaten stützen. Jedoch ginge dies unter anderem zu Lasten der auf Zinserträge angewiesenen deutschen Banken. Den Banken, die insbesondere in Form von Sparkassen und Volksbanken ihre Hausaufgaben in den letzten Jahren gemacht hätten.

Noch würden sie zwar solide wirtschaften und „Maß und Mitte“ halten. Dies müsse auch weiter gelten, werde aber angesichts der Rahmenbedingungen und Wettbewerbsverzerrungen immer schwerer.

Wie man in unruhigen Zeiten mutig in die Zukunft schreite, könne man am Beispiel von Estland sehen, so Eul. Das Land, das nur gut doppelt so viele Einwohner wie Dortmund habe, gelte als eines der fortschrittlichsten im Bereich IT und Digitalisierung.