Lottes Trainer hat den Pass für Davaria in der Tasche

Sieg im DFB-Pokal gegen Bremen

Dieser Sieg zählte in der ersten Runde des DFB-Pokals wahrscheinlich zu den größten Überraschungen: Der 2:1-Coup des Drittligisten Sportfreunde Lotte über Bundesligist SV Werder Bremen. Im Mittelpunkt: Ismail Atalan, der bei Lotte an der Seitenlinie steht. Früher trainierte er den A-Ligisten Davaria Davensberg – für die er immer noch spielen könnte.

DAVENSBERG/SELM

, 23.08.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lottes Trainer hat den Pass für Davaria in der Tasche

Angst vor Bayer Leverkusen? Für Lottes Trainer Ismail Atalan vor dem Pokal-Duell mit dem Favoriten heute kein Thema.

Drei Tage sind nach der Pokalsensation vergangen. Tage, in denen der 36-jährige Atalan die Erlebnisse vom Sonntag längst aufgearbeitet hat. "Es war nur ein Spiel, das uns mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat. Jetzt müssen wir uns auf das nächste Spiel gegen Chemnitz fokussieren", sagt der ehemalige Davensberger nüchtern.

Mit Lob geizt er dennoch nicht. Zu stark war dafür der Auftritt am Sonntagnachmittag. "Die Einstellung war perfekt und auch taktisch hat alles gepasst", sagt Atalan. Auffällig war, dass sich Lotte nicht in die eigene Hälfte verkrochen und gemauert hat. "Unsere Spielweise ist dafür bekannt, dass wir hoch verteidigen und jeden Gegner unter Druck setzen", sagt der Trainer.

Da macht der Drittligist auch vor Bundesligisten nicht halt. Als größten Erfolg seiner Karriere sieht Atalan den Sieg jedoch nicht. "Das war schon der Aufstieg mit Lotte in die dritte Liga", so der Coach. Bereits am kommenden Freitag wird die zweite Pokalrunde ausgelost. Einen Wunschgegner hat der ehemalige Davensberger nicht. "Ich hoffe auf einen Gegner, den wir besiegen können. Gegen Dortmund oder Bayern wären die Chancen schon sehr gering", sagt Atalan.

Die Entwicklung seines ehemaligen Vereins Davaria Davensberg verfolgt Ismail Atalan noch genau. "Ich kenne die beiden Trainer sehr gut und auch einige Spieler", sagt der Lotte-Coach. Wenn es die Zeit zulässt, lässt er sich auch am Platz in der Davert blicken. Sogar einen Spielerpass besitzt der 36-Jährige noch. "Ich könnte, wenn ich gesund und fit bin, jederzeit spielen. Die wenige Zeit macht es aber derzeit schwierig", so Atalan.

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