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Mehr Öffentlichkeit für den Verein

Katzenschutzverein Dortmund gründet Stiftung

Der Katzenschutzverein Dortmund wird Teil der Stiftergemeinschaft der Sparkasse. Dr. Gudrun Heinisch und Angelika Hahne verraten, was sie mit ihrer Stiftung erreichen möchten.

03.12.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 3 min
Mehr Öffentlichkeit für den Verein

Sascha Horitzky(l.) und Sonja Rytych (r.) überreichen Dr. Gudrun Heinisch (2.v.l.) und Angelika Hahne (2.v.r.) vom Katzenschutzverein Dortmund die Stifterurkunde. © Stephan Schuetze

„Der Verein soll mehr in der Öffentlichkeit präsent sein“, erklärt Dr. Gudrun Heinisch, erste Vorsitzende des Katzenschutzvereins Dortmund, die Motivation des Vorstands, eine Stiftung zu gründen. Ein klarer Fundraising-Gedanke stehe dabei im Vordergrund, wie Kassenwartin Angelika Hahne ergänzt: „Für uns als Verein, der auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen ist, ist das natürlich das A und O. Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder wird immer höher. Das macht es für uns nicht unbedingt einfacher, wenn wir in die Zukunft blicken. Wir wollen ja nicht nur für die nächsten drei Jahre wissen, dass es den Verein noch geben wird.“

Klientel offen für Stiftung

Als gemeinnützige Organisation freue man sich selbstverständlich über sämtliche Geldzuwendungen, „aber für manche Personen ist es vielleicht einfacher, in die Stiftung einzuzahlen, als direkt eine Spende zu geben. Ich denke, dass wir durchaus eine Klientel haben, in der eine Stiftung gut ankommen könnte“, erläutert die Vorsitzende.

Vorteile der Stiftergemeinschaft

Für den Katzenschutzverein lägen die Vorteile der Gründung über die Stiftergemeinschaft der Sparkasse auf der Hand: „Die Sparkasse ist Schirmherr der Stiftung. Das ist ein großer Vorteil für uns, weil wir das ganze Netzwerk nicht selbst aufbauen müssen. Durch den alljährlichen Stifterball bekommen wir Kontakt zu Menschen, die sich vorstellen können, ihren Nachlass in eine Stiftung einzulegen. Das schafft eine größere Öffentlichkeitswirkung für uns. Die Stiftergemeinschaft macht alles. Wir brauchen keine eigene Infrastruktur, wir brauchen kein eigenes Personal zu stellen“, sagt Angelika Hahne über die Vorzüge. Ihre Vision: „Vielleicht sind wir in zehn Jahren mal soweit, dass wir andere Projekte unterstützen können, denen es finanziell vielleicht nicht so gut geht. Es muss ja nicht zwingend sein, dass das ganze Geld immer an uns zurückfließt.“

Zusammen mehr erreichen

Neben dem Katzenschutzverein Dortmund, den es bereits seit 43 Jahren gibt, seien in den letzten Jahren nämlich weitere Organisationen entstanden, wie Gudrun Heinisch verrät. „Das sind kleine Vereine, die nicht so viel Geld haben. Wir sind aktuell dabei, mit denen eine Zusammenarbeit aufzubauen.“ Diese anderen Vereine hätten zwar den Vorteil, viele ehrenamtliche Helfer zu haben, es fehle ihnen allerdings an den nötigen finanziellen Mitteln. Sich gegenseitig beim Schutz der Vierbeiner zu unterstützen, durchaus eine lohnende Idee.

Konkrete Pläne

Doch der Dortmunder Katzenschutzverein hat natürlich auch schon ganz konkrete Pläne, welche man mit dem Geld der Stiftung umsetzen könnte. Angelika Hahne erklärt: „Wir merken immer mehr, dass Besitzer Tierhilfe brauchen. Uns sprechen immer mehr Menschen an, die sagen: ‚Ich habe zwar eine Katze, aber ich habe kein Geld. Die Katze ist krank, muss operiert werden.‘ Auch das Thema Kastration spielt eine Rolle. Wir fördern einmal im Jahr für Dortmunder Bürger, denen es finanziell nicht so gut geht. Sie bekommen vergünstigte Kastrationen über uns für ihre Tiere. Gegen einen Nachweis bekommen sie bei uns Gutscheine, mit denen sie zu ihrem Tierarzt gehen können. Die Differenz zum Gutschein zahlen wir.“

Mehr Betreuung

Gudrun Heinisch ergänzt: „Wir chippen die Tiere auch, damit die Katzen auch im Haustierregister registriert sind. Wir bieten zudem Ratenzahlungen an, weil die Tierärzte sich in der Regel nicht darauf einlassen. Aber das ist eigentlich nicht das Ziel des Katzenschutzvereins, da wir in unserer Satzung stehen haben, dass wir uns um die freilaufenden Tiere kümmern. Deshalb wäre eine Stiftung, durch die man das Geld eben in solche Dinge investieren kann, durchaus sehr sinnvoll.“ Herrenlose Tiere, derer sich der Verein annimmt, leben dann zwischenzeitlich in privaten Pflegefamilien. „Bei uns war es irgendwann so, dass Privatpersonen erklärten, dass sie sich vorstellen könnten, eine Katze aufzunehmen. Das Tier zieht dann für ein paar Wochen bei ihnen ein, bis sie vermittelt wird. Viele behalten sie dann auch, was natürlich toll ist“, sagt Angelika Hahne. „Sie bekommen aber das Streu und Futter ersetzt, die Tierarztkosten sowieso.“

Bankverbindung für Zustiftungen und Spenden:

Name: Stiftergemeinschaft der Sparkasse Dortmund

IBAN: DE72 4405 0199 0331 3313 33

BIC: DORTDE33XXX

Verwendungszweck: Dortmunder Katzenschutzverein

Bitte geben Sie bei Beträgen ab 200 Euro Ihre Adresse an, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zusenden können.