Schulze Thier ohne Fehler auf Rang neun

Pony-Europameisterschaft

Johanna Schulze Thier vom RV von Nagel Herbern hat bei der Pony-Europameisterschaft im ungarischen Kaposvar mit einem fehlerfreien Ritt den neunten Rang im Gelände belegt. Das deutsche Team fiel allerdings nach der zweiten von drei Prüfungen zurück.

HERBERN

, 28.07.2017 / Lesedauer: 2 min
Schulze Thier ohne Fehler auf Rang neun

Johanna Schulze Thier vom RV von Nagel Herbern und ihr Pony Mondeo beim Preis der Besten 2016.

Erst nach drei Startern erreichte mit dem Franzosen Alban Moullière der erste Reiter das Ziel. Ihm folgten Johanna Schulze Thier und ihr Pferd Mondeo. Ebenfalls fehlerfrei, wenn auch mit einigen Zeitstrafpunkten. „Als erster Mannschaftsreiter steht man ja schon unter Druck. Das tut mir gut“, sagte Johanna Schulze Thier, „ich versuche dann, den Druck in positive Energie umzuwandeln“.

Am Hindernis 15, einem Tiefsprung mit einer darauffolgenden Kombination aus zwei schmalen Hecken, wählte Schulze Thier die längere Alternative. „Das war von Anfang an so geplant, da man zu dem Zeitpunkt noch nicht überblicken konnte, wie sich der direkte Weg reiten lässt“, erklärte sie. Schulze Thier erreichte letztlich nach 5:36 Minuten das Ziel. Die Reiter, die vor ihr platziert waren, ritten im Schnitt über 20 Sekunden schneller. Doch insgesamt belegte sie mit 48,4 Minuspunkten den neunten Rang.

Reiter sollten längere Alternative wählen

Durch den kurzfristigen Ausfall der Titelverteidigerin Anna Lena Schaaf und ihres Pferdes Pearl fehlt der deutschen Mannschaft das vierte Paar und damit ein Streichergebnis. Daher musste auch Schulze Thiers Teamkollegin Maxima Homola den längeren Weg wählen. „Sie hatte daher Order, an zwei Hindernissen die längeren Alternativen zu nehmen“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter.

Mit insgesamt 178,1 Minuspunkten rangiert das deutsche Team nach Dressur und Gelände auf Rang fünf. Mit Abstand an der Spitze sind die Franzosen mit 132,6 Minuspunkten, gefolgt von den Briten (152,4) und den Iren (154,2). Auf dem vierten Platz liegt momentan das niederländische Team mit 172,90 Minuspunkten. „Da kann noch einiges passieren“, so Bundestrainer Lutter. Zumal die deutschen Reiter in der Einzelwertung gut aufgestellt sind. Allen voran Konstantin Harting, der mit seinem Pony Camillo Platz fünf belegt.

Bevor die Medaillen endgültig vergeben werden, steht für die Ponys am Samstag ein letzter Check durch den Veterinär und danach das abschließende Springen am Nachmittag auf dem Programm.

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