Sieger des S-Springens kommt von Fehmarn

Reiten: RV von Nagel

13 Reiter hatten sich beim letzten Wettbewerb des Reitturniers des RV von Nagel Herbern am Sonntag für das Stechen im Springen der Klasse S qualifiziert – darunter neben drei heimischen Reitern auch ein ehemaliger Goldmedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen. Den Titel sicherte sich ein anderer: Hans-Thorben Rüder von der Insel Fehmarn gewann mit fast einer Sekunde Vorsprung.

HERBERN

, 24.07.2017 / Lesedauer: 3 min
Sieger des S-Springens kommt von Fehmarn

Stefan Witte und sein Pferd Lanny landeten im Stechen des S-Springens auf dem zwölften Rang. Zwei Fehler mussten Witte und Lanny hinnehmen, den Parcours absolvierten sie in 38,50 Sekunden.

Keiner der Konkurrenten konnte Rüder, der zwar für Fehmarnschen Ringreiterverein reitet, aber in Greven im Münsterland wohnt, auf der etwa 300 Meter langen Parcours-Strecke gefährlich werden. Die Zuschauer bekamen aber ein würdiges Finale zu sehen. Denn nah dran war Lars Nieberg, der zweimalige Olympiasieger (1996 in Atlanta und 2000 in Sydney) im Mannschaftswettbewerb ging als letzter Reiter in den Parcours.

Doch mit seinem Pferd Cookie musste er einen Fehler hinnehmen. Besonders bitter: Dieser passierte ihm erst beim letzten Hindernis. Die Zeit von 32,10 Sekunden hätte für den zweiten Rang gereicht. Doch Rüder wäre mit 31,91 Sekunden schneller gewesen. Lars Niebergs Sohn Gerrit (Wolbeck) wurde auf Fine Emmely Dritter (33,91 Sekunden).

Heitbaum mit drei Pferden

An diese Zeiten kam der Lokalmatador Bernd Burghardt auf Codi nicht heran. Er durchlief den Parcours im Stechen in 36,08 Sekunden und wurde Fünfter. Burghardt war zufrieden mit der Leistung: „Es ist alles super gelaufen.“ Den lautesten Jubel hatte er zudem als bester heimischer Reiter inne.

Auf Rang elf platzierte sich Katja Heitbaum, die im gesamten Wettbewerb gar mit drei Pferden an den Start ging – Akira, Curly Sue und Quiro‘s Rubin. Mit Akira schaffte sie es mit einem fehlerfreien Ritt ins Stechen. Auch mit Curly Sue wäre das möglich gewesen, doch letztlich standen vier Fehlerpunkte zu Buche. „Sie ist einfach noch etwas zu unerfahren, aber das hat sie trotzdem super gemacht“, so Heitbaum.

Rüder holte Sieg

Im Stechen lief es dann auf Akira auch nicht optimal, denn Heitbaums Pferd rannte ein Hindernis förmlich um (siehe Bild unten). Doch kein Grund für die Herbernerin sich die Laune verderben zu lassen. „Der Fehler war natürlich ärgerlich, aber es war alles in allem ein guter Lauf“, erklärte Heitbaum.

Einen Platz hinter der Herbernerin rangierte letztlich Frank Witte vom RV St. Georg Werne. Sein Pferd Lanny riss gar zwei Stangen zu Boden, nach 38,50 Sekunden kam er ins Ziel.

Letztlich ging der Sieg an Hans-Thorben Rüder. Bei der Siegerehrung strahlten die Teilnehmer des Stechens um die Wette – allen voran die ersten Fünf. Denn wer kann schließlich schon von sich behaupten, einen Doppel-Olympiasieger hinter sich gelassen zu haben?

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