TVW bekommt Nackenschlag mit dem Schlusspfiff

Handball: Bezirksliga

Auf der Uhr standen noch sieben Sekunden, als Jan Kupczik zum viel umjubelten Ausgleich für den TV Werne traf. Aber sieben Sekunden können verdammt lang sein. Auch im Handball. Mit der Schlusssirene landete der Ball im Werner Netz – 23:22 für den HC Heeren-Werve. Derwil haben die TV-Frauen ihr Spiel souverän gewonnen.

WERNE

, 12.03.2017, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
TVW  bekommt Nackenschlag mit dem Schlusspfiff

Wernes Tobias Jäger bei einer Flugeinlage. Er traf sechs Mal.

Handball: Bezirksliga TV Werne - HC Heeren-Werve 22:23 (13:14)

Dass Werne als Verlierer aus dem Abstiegskrimi ging, hatte seine Gründe. „Uns fehlt einfach das Glück“, sagte TVW-Coach Ingo Nagel, und weiter: „Die Niederlage war bitter, passt aber zum Saisonverlauf.“

Wie viel auf dem Spiel stand, merkte man den Akteuren an. Nie konnten sie ihre Nervosität ablegen. Hektische Aktionen bestimmten die Partie. „Es war genau das erwartete Kampfspiel, das Spiel war von Fehlern geprägt“, so Nagel. Fehlerlos blieben die Werner Torleute. Fabian Rensmann und Martin Wulfert sorgten dafür, dass Heeren-Werve sich nie absetzen konnte. „Wir wissen, dass wir ein gutes Gespann haben, aber was Martin gezeigt hat, war unglaublich.

Belohnt haben wir das leider nicht“, sagte Nagel. Besonders wichtig war der gehaltene Sieben-Meter von Wulfert etwas mehr als sechs Minuten vor dem Ende. Werne blieb dran, vergab zwei Minuten vor Schluss sogar die Führung: Alexander Gröblinghoff traf nur den Pfosten. Alles andere ist Geschichte. Kupczik zum 22:22, Martin-Robert Rother zum 23:22.

Die eigene Niederlage ist schwer genug zu verdauen. Doch auch die Konkurrenz bereitet Nagel Bauchschmerzen. Ahlen und Lünen haben gewonnen. Werne ist dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Wie viele Teams absteigen, steht noch nicht fest. 

TEAM UND TORE TV Werne: Wulfert, Rensmann - Most (1), Leidecker (1), Schüttpelz (6), Kupczik (3), Jäger (6), Wierling (2), Gröblinghoff (2), Röwekamp, Gründken, Nadrowski (1), Bade, Schneider

Frauen: Bezirksliga RSV Altenbögge – TV Werne 17:27 (10:12)

„In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan“, sagte Wernes Trainer Hansjoachim Nickolay. Zu Beginn hätten die Abstände in der Deckung nicht gepasst, zusätzlich hätte Kim Leder im Tor nicht immer gut ausgesehen, sagte er. Die Gastgeber gingen mit 4:2 (4.) in Führung. Doch dann wurden sowohl Deckung als auch Leder besser, in der achten Minute traf Arabella Majchrzak zum Ausgleich (5:5).

Bis zur Halbzeit schafften es die Wernerinnen, sich mit zwei Toren abzusetzen. „Dafür“, sagte Nickolay, „mussten wir stark kämpfen.“ In der zweiten Halbzeit hätten dann die Kräfte der Gastgeberinnen nachgelassen, je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde der Vorsprung der Wernerinnen. Dabei „hat Ira Schösse ein bärenstarkes Spiel gezeigt“, sagte Nickolay.

Auch Sarah Stengl, die ihre ersten Einsatzminuten nach ihrem Bänderris bekam und sieben Tore (sech Siebenmeter) erzielte, erhielt vom Trainer ein Sonderlob: „Sie hat gut gearbeitet“, sagte er. Beste Schützin war neben Stengl Sabrina Dröge, die auch sieben Tore erzielte und vor allem in der zweiten Hälfte maßgeblich daran beteiligt war, den Vorsprung der Wernerinnen auszubauen.

Lisa Przybilla feierte gegen Altenbögge ihr Debüt in der Nickolay-Sieben – die 16-Jährige traf nach ihrem Mittelfußbruch gleich doppelt. „Stefanie Goletz und Mara Lambert haben Fieber“, sagte Nickolay und hätten deswegen die Reise nach Altenbögge nicht angetreten. 

TEAM UND TORE TVW: Leder, Schösse - Siebels, Da. Rosigkeit, Droeger (7), A. Majchrzak (2), Weißgerber (3/1), Michalski, De. Rosigkeit (5), X. Majchrzak (1), Przybilla (2), Stengl (7/6)

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