Über Balve zum Junioren-Förderpreis nach Münster?

Reiten: Deutsche Meisterschaften

Die nationale Reit-Elite schaut am Wochenende ins Sauerland: In Balve finden die Deutschen Meisterschaften in Dressur und Springreiten statt. Drei heimische Reiterinnen dürfen sich im Rahmen der Veranstaltung mit ihren Pferden präsentieren: Marie Ligges, Johanna Schulze Thier und Kathrin Wacker vertreten am Sonntag den RV von Nagel Herbern und den RV St. Georg Werne in der Qualifikation zum Junioren-Förderpreis.

WERNE/HERBERN

, 09.06.2017, 18:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über Balve zum Junioren-Förderpreis nach Münster?

Kathrin Wacker tritt bei den Deutschen Meisterschaften im Dressur und Springreiten an.

Das Qualifikationsturnier während der Deutschen Meisterschaftswettbewerbe in Balve ist das zweite von insgesamt vier, das bei entsprechenden Ergebnissen zur Teilnahme am Finale in Münster beim Turnier der Sieger berechtigt und im August stattfindet. „Diese Serie ist immer schön zu reiten, weil sie im Rahmen guter Turniere stattfindet“, sagt Kathrin Wacker (Werne) über die Springen der Kategorie S. Damit spricht sie indirekt ein Lob für die Lenklarer Reitertage aus: Die erste Quali-Möglichkeit gab es im April auf dem Hof der Familie Gripshöver.

Ligges setzt auf Dibadu

Alle drei heimischen Reiterinnen waren damals platziert, haben Punkte für die Gesamtwertung gesammelt, kamen aber nicht unter die ersten Drei. Im Finale in Münster darf starten, wer es bei einem der vier Quali-Springen oder in der Gesamtwertung unter die Top-Drei schafft. Wird ein Teilnehmer in mehreren Kategorien vorne geführt, dürfen sich Nachrücker freuen. „Es schaffen meist zwischen 15 und 18 Reiter ins Finale“, weiß Wacker, die es im Vorjahr auf Rang acht schaffte, einen Platz hinter Marie Ligges (Herbern).

Die 18-Jährige, 2016 mit Curly Sue unterwegs, setzt in diesem Jahr auf Dibadu: „Er ist gut drauf und das will ich nutzen, um mich zu qualifizieren“, sagt Ligges. Mit Dibadu gewann sie an den vergangenen beiden Wochenende je S-Springen in Kirchhellen und Kalthof.

Freude über Auto

Wacker setzt auf die 10 Jahre alte Viola. Mit ihr kam sie im Vorjahr in Balve auf den vierten Platz. Auch die Stute zeigte zuletzt eine tadellose Leistung und verhalf der 18-Jährigen unverhofft zum Traumauto: Am vergangenen Wochenende siegte Wacker bei einem S-Springen. Der Sponsor des Preises, ein Autovermieter, belohnte das mit einem einjährigen Leasing-Vertrag für ein Cabrio. „Eines, das ich schon zum Führerschein gerne gehabt hätte. Das erschien meinem Vater als erstes Auto aber zu unvernünftig“, sagt Wacker, die sich keinen Hehl aus der Freude über den „unerwarteten“ Preis macht.

Die dritte Starterin im Bunde, die Sonntag in der Qualifikation zum Förderpreis antritt, ist Johanna Schulze Thier (Herbern). Sie ist drei Jahre jünger als Ligges und Wacker.

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