Werner Basketballer greifen nach langer Pause wieder in der Regionalliga an

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Nach einem Monat Pause geht es für Trainer Christoph Henke und seine LippeBaskets Werne in der Regionalliga weiter. Die Vorbereitung auf das nächste Spiel fand teilweise auf Sim-Jü statt.

Werne

, 30.10.2018, 15:20 Uhr / Lesedauer: 3 min

Es waren lange vier Wochen für das Regionalliga-Team der LippeBaskets Werne. Nach dem Heimsieg am 6. Oktober bei den Citybaskets Recklinghausen hatte das Team von Trainer Christoph Henke (35) einen ganzen Monat lang spielfrei. Am Samstag, 3. Oktober, geht es um 19.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den TSV Hagen endlich weiter. Im Gespräch mit Sport-Volontärin Nina Bargel hat Henke verraten, wie die Basketballer die Pause genutzt haben und warum auch ein Kentucky-Derby zur Vorbereitung auf das nächste Spiel gehörte.

Sie sind mit zwei Niederlagen und einem Sieg in die Pause gegangen. Wie ordnen Sie den Start Ihrer Mannschaft ein?
Grundsätzlich war es kein perfekter, aber auch kein schlechter Start. Vielleicht haben wir einen Sieg zu wenig auf dem Konto. Aber die drei Spiele haben wir alle auf Augenhöhe bestritten, da hätten auch drei Siege bei rauskommen können. Insgesamt finde ich, wir haben eine ordentliche Leistung gebracht.

Wie wichtig war es denn, dass Sie das letzte Spiel vor der Pause gewonnen haben?
Das hatte natürlich emotional eine ganz andere Wirkung als eine Niederlage. Der Sieg hat uns nochmal beflügelt. GV Waltrop und UBC Münster II hatten nach dem zweiten Spieltag ebenfalls zwei Niederlagen, haben dann das dritte Spiel aber auch noch verloren. Die sind natürlich mit langen Gesichtern in die Pause gegangen.

Wie habt ihr die lange Pause genutzt?
Wir hatten drei Trainingseinheiten in der Woche. Wir haben vor allem daran gearbeitet, unsere Verteidigung variabler zu gestalten. In der letzten Saison haben wir im Schnitt 75 Punkte von unseren Gegnern kassiert. Unser Ziel ist es, den Wert in dieser Saison unter 70 zu halten. Wir haben aber nicht nur trainiert, ich wollte, dass die Jungs auch in der Spielpraxis bleiben. Letzte Woche hatten wir ein Testspiel beim Oberligisten BC Langendreer in Bochum, da haben wir mit 67:61 gewonnen.

Stehen sonst noch Testspiele an?
Ja, am kommenden Mittwoch spielen wir zuhause gegen Schalke II, ebenfalls ein Oberligist, Anwurf ist um 20.15 Uhr.

In der Regionalliga geht es für Sie am kommenden Samstag weiter. Sie hatten dann einen ganzen Monat lang Pause. War das zu lange?
Ja, eindeutig. So eine lange Pause hatten wir noch nie, wenn ich mich richtig erinnere. Zwei freie Wochen hätten auch gereicht. Natürlich kann man die freie Zeit nutzen, um als Zuschauer mal in den höheren Ligen vorbeizuschauen, trotzdem sind vier Wochen einfach zu lang.

Am Samstag geht es endlich weiter. Der TSV Hagen ist bei Ihnen zu Gast, was ist Ihr Ziel für das Spiel?
Wir wollen an unsere gute Leistung vom Saisonbeginn anknüpfen und den ersten Heimsieg holen. Gegen Hagen konnten wir in den vergangenen zwei Jahren allerdings nicht gewinnen. Man darf dabei nicht vergessen, dass Hagen immer noch der amtierende Meister in unserer Liga ist. Sie hatten danach zwar einen großen personellen Umbruch, sind aber nicht zu unterschätzen.

Das Spiel gegen Hagen ist auch noch aus einem anderen Grund ein besonderes. Ihr Spieler Jordan Rose bestreitet sein erstes Spiel gegen seinen Ex-Verein.
Richtig, das macht das Spiel auch interessant. Jordan kennt seine alten Mannschaftskameraden natürlich noch sehr gut. Er freut sich schon auf das Spiel und ist top motiviert.

Wie lautet nach den drei ersten Spielen denn das Saisonziel?
Das oberste Ziel ist es natürlich immer, die Liga zu halten, was gar nicht so leicht ist, da die Regionalliga 2 in diesem Jahr sehr ausgeglichen ist. Wir haben uns trotzdem vorgenommen, den Sprung in die erste Tabellenhälfte zu schaffen.

Welcher Spieler aus Ihrem Team ist beim Erreichen dieses Ziel der wichtigste?
Das kann man so pauschal nicht sagen, bei uns heißt es „team first“. Ich will keinen Spieler herausheben, jeder ist auf eine andere Art und Weise wichtig. Frederik Meinert ist beispielsweise unser Dreier-Experte, sehr erfahren und schon immer in Werne. Neuzugang Jordan Rose ist natürlich unser Topspieler. Cajus Cramer sorgt immer für gute Stimmung und ist bekannt wie ein bunter Hund (lacht). So hat jeder bei uns seine Aufgaben.

Sie selbst haben lange Basketball gespielt - auch in Werne. Juckt es Sie nicht manchmal in den Fingern, wenn Sie bei den Spielen an der Seitenlinie stehen?
Bei den Spielen tatsächlich gar nicht, da bin ich zu konzentriert. Aber im Training mische manchmal mit und gewinne dann natürlich auch die ein oder andere Aktion (lacht).

Gab es vor dem Ende der langen Pause für Ihre Mannschaft denn auch noch eine Einheit auf Sim-Jü?
(lacht) Tatsächlich gab es die. Ich habe das Training am Montag etwas vorverlegt, danach waren wir gemeinsam auf der Kirmes. Und da hat es das dann das ein oder andere hart umkämpfte Kentucky-Derby gegeben.

Werner Basketballer greifen nach langer Pause wieder in der Regionalliga an

Hier gab es das ein oder andere Match der LippeBaskets Werne - das Kentucky Derby auf Sim-Jü. © Nina Bargel

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