Wernes Damen stehen vor dem Aufstieg - durch starke Leistungen und starken Zusammenhalt

Volleyball-Verbandsliga

Nach dem Sieg gegen Hörde II ist der Aufstieg für die TVW-Volleyballerinnen zum Greifen nah. Dabei geholfen haben neben Trainer Jochen Schönsee auch ein Frühstück - und die LippeBaskets.

Werne

, 28.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Wernes Damen stehen vor dem Aufstieg - durch starke Leistungen und starken Zusammenhalt

Annika Patzdorf und die TV Werne Volleyball-Damen haben nach dem Sieg gegen den TV Hörde II fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei in der Verbandsliga. © Greis

Annika Patzdorf war die Freude am Montagnachmittag immer noch anzuhören. Verständlich, liegt der Sieg gegen den ärgsten Verfolger TV Hörde II gerade einmal 24 Stunden zurück. „Die Euphorie vom Sieg ist definitv auch heute noch da“, erklärt Patzdorf. Das liege nicht nur daran, dass der Abstand auf den Tabellenzweiten jetzt fünf Punkte beträgt und dem Wiederaufstieg in die Oberliga nur noch acht Spiele im Weg stehen, nein, „auch die Atmosphäre war ein Highlight“, so die 25-jährige Volleyballerin.

Worauf Patzdorf anspielt: 200 Zuschauer fanden am Sonntagnachmittag den Weg in die Werner Linderthalle. Zwar hatten die Damen des TV Hörde ebenfalls einiges an Unterstützung aus Dortmund mitgebracht, die Wernerinnen um Annika Patzdorf hatten aber ganz klar einen Heimvorteil durch die lautstarken Anfeuerungsrufe der Fans.

Nervosität vor dem Spitzenspiel gegen den TV Hörde

Die ungewohnt vielen Zuschauer - „so viele hatten wir, glaube ich, das letzte Mal an Sim-Jü“ - haben Annika Patzdorf und ihr Team keineswegs nervös gemacht, sondern nochmal einen extra Push gegen die starken Hörderinnen gegeben. Nervosität kam bei den TVW-Volleyballerinnen an einem anderen Tag auf.

Wernes Damen stehen vor dem Aufstieg - durch starke Leistungen und starken Zusammenhalt

Etwa 200 Fans kamen am Sonntag zum Spiel der Werner Volleyball-Damen gegen Hörde. Im Anschluss an den "Volleyball-Sonntag" nebenan in der Christophorus-Turnhalle schauten sich die Akteure anschließend in der Lindert-Turnhalle das Verbandsliga-Spiel an. © Helga Felgenträger

„Nervös war ich am Donnerstag beim Abschlusstraining“, gibt Patzdorf zu. Da sei allen Spielerinnen klar geworden, dass das Spiel gegen Hörde die Vorentscheidung bringen würde. „Unter der Dusche nach dem Training haben wir uns drüber unterhalten und festgestellt, dass wir alle sehr nervös sind“, erklärt Patzdorf und lacht. Die Nervosität sei aber am Samstag weg gewesen.

Gemeinsam zum Volleyball-Sonntag

Das lag vor allem auch an der guten Stimmung im Team - die Werner Volleyballerinnen haben den gesamten Sonntag zusammen verbracht. Und los ging es eigentlich schon am Samstagabend: „Da haben wir uns zusammen das Basketball-Spiel der LippeBaskets angeschaut“, so Patzdorf. Weiter sei es dann mit einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen gegangen. „Da haben wir dann nochmal über was anderes als Volleyball gesprochen, das tat gut“, erklärt die 25-Jährige.

Danach ging es dann zum Volleyball-Sonntag des TV Werne und des Werner SC, bei dem die Volleyballerinnen bei einem Jugendturnier halfen. Der Grundstein für ein erfolgreiches Spiel gegen den TV Hörde II war also gelegt. Und die Mädels von Jochen Schönsee waren auch erfolgreich: Mit einer 0:3-Niederlage musste der TV Hörde II den Heimweg nach Dortmund antreten.

Jochen Schönsee hat einen großen Anteil am Erfolg

Es passt im Moment einfach bei den Werner Volleyballerinnen - sowohl auf dem Feld also auch außerhalb der Halle. Einen großen Anteil am Lauf der TVW-Damen hat auch Trainer Jochen Schönsee, der den TVW nach dem Abstieg in die Verbandsliga im vergangenen Jahr übernommen hat: „Er hat nochmal frischen Wind reingebracht und neue Akzente gesetzt“, weiß Patzdorf um die Wichtigkeit ihres Trainers.

Wernes Damen stehen vor dem Aufstieg - durch starke Leistungen und starken Zusammenhalt

Mit einer starken Leistung gewann der TV Werne 3:0 gegen die Gäste aus Dortmund-Hörde. © Helga Felgenträger

Dazu kommt der starke Zusammenhalt innerhalb des Teams, das beweisen gemeinsame Aktionen wie der Besuch des Basketsballspiels am Samstag oder das gemeinsame Frühstück am Sonntag. Im Kader von Jochen Schönsee gibt es auch durch Altersunterschiede keine Probleme. „Unsere jüngste Spielerin ist 14 Jahre alt, unsere ältesten über 30. Die kommen aber auch super miteinander klar, das passt alles“, erklärt Annika Patzdorf.

Wenn es so weiterläuft bei den TVW-Volleyballerinnen und sich niemand mehr verletzt, sollte auch das mit dem Aufstieg passen. Und der ein oder andere Besuch bei den LippeBaskets ist bestimmt auch noch drin - bei denen läuft es in der Regionalliga ja bekanntlich auch nicht schlecht.

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