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Wohin gehört mein Abfall?

Schwarz, Braun oder doch Gelb?

Was kommt in welche Tonne? Die GWA Unna gibt Tipps zur richtigen Mülltrennung.

25.06.2021, 13:06 Uhr / Lesedauer: 3 min
Bioabfälle werden am besten in Zeitungspapier eingewickelt oder in eine Papiertüte gepackt.

Bioabfälle werden am besten in Zeitungspapier eingewickelt oder in eine Papiertüte gepackt. © GWA

Welcher Abfall gehört in die Biotonne? Was kommt in die Papiertonne? Was wird in der Wertstofftonne gesammelt? Was ist eigentlich noch Restmüll? Viele Menschen tun sich schwer damit. Die Sortierhilfe der GWA-Abfallberatung zeigt, dass die Abfalltrennung gar nicht so schwierig ist.

Fast ohne Worte wird darin mit illustrierten Beispielen veranschaulicht, wie die Abfälle zuhause richtig getrennt werden.

Warum ist Abfalltrennung wichtig?

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verpflichtet die privaten Haushalte zur Abfalltrennung. Denn durch Recycling werden primäre Rohstoffe gespart und somit Umwelt und Ressourcen geschont.

Eine richtige Abfalltrennung ist die Grundvoraussetzung für funktionierendes Recycling. Schon im Haushalt entscheidet sich, ob eine Verwertung der Abfälle bzw. Wertstoffe möglich ist.

Jede richtige Trennung unterstützt den Umweltschutz, jede falsche Trennung stört den Recyclingablauf! Eine falsche Abfalltrennung geht nicht zuletzt zu Lasten derer, die ihre Abfälle richtig trennen.

Wie funktioniert die Abfalltrennung?

Bioabfall: Rund 30 bis 40 Gewichtsprozent der Hausabfälle sind kompostierbare Bioabfälle, die damit einen sehr großen Anteil stellen. In der neuen Vergärungs- und Kompostierungsanlage der BKU – Bioenergie Kreis Unna GmbH in Lünen wird der Bioabfall zu Biogas zur Verstromung sowie zu Kompost verarbeitet.

Plastiktüten und andere Störstoffe stören den Prozess und gehören deshalb nicht in die Biotonne.

So bitte nicht: Plastik gehört nicht in die Biotonne, auch keine sogenannten Biokunststoffbeutel!

So bitte nicht: Plastik gehört nicht in die Biotonne, auch keine sogenannten Biokunststoffbeutel! © GWA Unna

Papiertonne: Auch beim Altpapierrecycling werden Ressourcen (Holz) geschont sowie Frischwasserverbrauch, Abwasserbelastung und Energiebedarf deutlich reduziert. In der Papiertonne werden Zeitungen, Illustrierte, Bücher ohne Einband, unbeschichtete Pappschachteln und Kartonagen etc. gesammelt.

Keinesfalls ins Altpapier gehören dagegen Störstoffe wie z.B. Plastiktüten, kunststoff- und metallbeschichtetes Papier (z.B. Milch-/Safttüten), Rückenpapier von selbstklebenden Folien und Aufklebern sowie Tapeten.

Wertstofftonne: In der Wertstofftonne werden im Kreis Unna Verpackungsabfälle gemeinsam mit anderen materialgleichen Abfällen aus Kunststoff, Weißblech, Aluminium, Verbundmaterial und Metallen erfasst (z. B. Eimer, Spielzeug, Zahnbürsten, Kochtöpfe, Besteck).

Windeln, Renovierungsabfälle oder Elektrogeräte gehören dagegen nicht in die Wertstofftonne und erschweren das Recycling bzw. erhöhen die Kosten erheblich.

Restmüll: In die Restmülltonne gehören die Haushaltsabfälle, die nicht weiter verwertbar, nicht umweltgefährdend sind und von ihrer Größe her hinein passen. Der Restmüll wird umweltgerecht in der Müllverbrennungsanlage Hamm verbrannt.

Leichte Verständlichkeit – Klare Antworten

Mit Blick auf die Sortierqualität ist es der GWA-Abfallberatung besonders wichtig, den Bürgern die Abfallsortierung möglichst leicht verständlich zu erklären. Der GWA-Sortierflyer „Wohin gehört mein Abfall?“ verschafft dementsprechend klare Antworten auf die nachstehenden Fragen:

  • Was darf in die Biotonne?
  • Was gehört in die Wertstofftonne?
  • Wohin mit Altglas und Altpapier?
  • Was bleibt noch für die Restmülltonne übrig?
  • Wohin mit den übrigen Abfällen?

Auf einen Blick informiert der Flyer über die richtige Abfallsortierung. Die GWA-Abfallberatung verzichtet an dieser Stelle bewusst auf viel Text und Vollständigkeit der Abfallbeispiele.

Mit gezielt ausgewählten Symbolen in maximal bildlicher Darstellung setzt sie auf die leichte Verständlichkeit der Informationen. Neben den Illustrationen spielt die Farbgestaltung auch eine wichtige Rolle für das Verständnis der richtigen Abfallsortierung.

Jede Abfallart ist farblich gekennzeichnet, diese Farbe findet sich auch an den Abfallbehältern vor der Haustür wieder.

Ein Flyer für alle

Abgesehen von den Überschriftenkommt der GWA-Sortierflyer gänzlich ohne Worte aus und zeigt mit Bildern, wie die Abfalltrennung richtig funktioniert.

Dies hat den Vorteil, dass der Flyer bei allen Zielgruppen eingesetzt werde kann: Privathaushalte, Kindergärten, Schulen, Vereine, Seniorenheime, Firmen, Wohnungsbaugesellschaften etc. Ein weiterer großer Vorteil: Sprachbarrieren werden durch die universelle Verständlichkeit umgangen.

Flyer und Plakate sind ideale Hilfen für eine korrekte Sortierung der Haushaltsabfälle.

Flyer und Plakate sind ideale Hilfen für eine korrekte Sortierung der Haushaltsabfälle. © GWA Unna

Neben dem Sortierflyer gibt es in der gleichen Gestaltungsform ein Sortierplakat im DIN A3-Format. Dies lässt sich zum Beispiel gut im Treppenhaus, im Klassenraum oder direkt (laminiert) am Mülltonnenstellplatz anbringen und erinnert so an die richtige Sortierung. Ergänzend dazu gibt es auch passende Auf kleber für die einzelnen Abfallgefäße.

Abfalltrennung spielend erlernen

Welcher Abfall in welche Tonne gehört, kann man auch mit dem Sortierspiel der Abfallberatung erlernen. Karten mit verschiedenen Abfallarten müssen in die richtige Tonne sortiert werden.

Was gehört in welche Tonne? Mit dem Sortierspiel erlernen Kinder von klein auf die richtige Mülltrennung.

Was gehört in welche Tonne? Mit dem Sortierspiel erlernen Kinder von klein auf die richtige Mülltrennung. © GWA Unna

Auch für dieses Spiel wurden die gleichen Illustrationen verwendet, so dass der Wiedererkennungseffekt besonders nachhaltig bleibt. Interessierten Gruppen und Einrichtungen können sich das Abfallsortierspiel ausleihen.

Weitere Informationen und Kontakt

Mehr Infos zur Abfalltrennung unter:
www.gwa-online.de oder Tel.: (02303) 284 0