Stefan Rahsing hatte schon im Juni erklärt, dass nach dieser Spielzeit sein Engagement für den SuS Stadtlohn aus beruflichen Gründen enden wird. © Sascha Keirat
Fußball

Bezirksliga-Tabellenführer SuS Stadtlohn stellt zukünftigen Trainer vor

In welcher Liga der SuS Stadtlohn in der Saison 22/23 spielt, weiß niemand. Der Bezirksliga-Spitzenreiter hat gute Chancen auf den Aufstieg. Bekannt ist nun, wer Nachfolger von Stefan Rahsing wird.

Der aktuelle Coach hatte schon im Sommer seinen Abschied vom SuS verkündet und dafür berufliche Gründe, die sich im Herbst nächsten Jahres ergeben, angeführt. Als Co-Trainer von Manfred Ostendorf trat Rahsing in der Saison 2018/19 bei der ersten Mannschaft des damaligen Landesligisten SuS Stadtlohn an. Im Sommer 2019 rückte der Holtwicker zum Cheftrainer auf.

Info nach dem Training

Am Dienstagabend lüfteten die Verantwortlichen das Geheimnis. Der sportliche Leiter der Fußballabteilung, Markus Plate, und Yannik Robers, der ihn unterstützt, informierten nach dem Training die SuS-Mannschaft.

Zeit genug hatte die Abteilungsleitung. Zeit, die sie in den letzten Wochen genutzt hat, sich über den zukünftigen Trainer der ersten Mannschaft und die Zielsetzung genügend Gedanken zu machen. Informationen brauchte die sportliche Leitung aber über den Rahsing-Nachfolger nicht einzuholen: Man kennt sich bestens und gefühlt seit Ewigkeiten.

Man kennt sich seit Ewigkeiten

So übernimmt mit Hendrik Maduscha nicht nur ein alter Bekannter, sondern ein SuS-Vereinsmitglied die Trainingsleitung. In dieser Saison steht der 36-Jährige noch in seiner zweiten Saison beim Stadtlohner Punktspielkonkurrenten SV Gescher unter Vertrag. Erst Anfang Oktober standen sich diese beiden Mannschaften gegenüber, der SuS gewann trotz früher Unterzahl 1:0.

Hendrik Maduschka
Hendrik Maduschka © Frank Wittenberg © Frank Wittenberg

Eigentlich lag es ja auf der Hand, Maduschka als Rahsing-Nachfolger zu verpflichten. Nicht nur, weil er auch beim SV Gescher seine erfolgreiche Arbeit als Trainer bestätigt hat. Aber so leicht machten sich die SuS-Verantwortlichen das nicht.

„Wir hatten schon ein paar Namen auf dem Zettel“, bestätigt Robers. „Hendrik war von Beginn an mit in der engeren Auswahl.“ Jetzt machte der SuS Nägel mit Köpfen und entschied sich für den Stadtlohner, der nur knapp eineinhalb Kilometer vom Losbergpark entfernt wohnt und vor gut 30 Jahren in der F-Jugend sein erstes Spiel für die Blau-Weißen bestritt. In der Altherrenmannschaft des SuS ist er auch noch aktiv.

Weiter mit jungen Leuten

Für B-Lizenz-Trainer Maduschka spricht nicht nur seine Vereinsverbundenheit, sondern vielmehr seine Art und Weise, wie und mit wem er den Fußball beim SuS weiter voranbringen will. „Unser Ziel ist eindeutig, mit eigenen jungen Leuten den erfolgreichen Weg fortzusetzen“, betont Robers. Dass das im Spieljahr 22/23 gerne in der Landesliga sein darf, verneint er nicht. Wünsche sind erlaubt.

Spitzenspiel am Sonntag

Und seit dem jüngsten 3:2-Sieg bei Vorwärts Epe sind die Aussichten noch ein bisschen rosiger geworden. Doch andererseits ist die Saison noch jung und steht am kommenden Sonntag gegen Verfolger SG Coesfeld schon das nächste Spitzenspiel auf dem Spielplan. „Zumindest sind wir auf einem guten Weg“, bestätigt Robers.

Übrigens hat der SuS die Vertragslaufzeit mit Hendrik Maduschka langfristig vereinbart. Genauer möchte sich Robers dazu nicht äußern.

„Der SuS Stadtlohn ist der Verein, wo ich schon als Kind Fußball gespielt habe, wo ich noch bei den Alten Herren spiele, wo ich seit 2000 gut 14 Jahre lang in der Jugendabteilung tätig war“, zählt Maduschka im Schnelldurchgang auf. Co-Trainer und Interimstrainer bei der „Ersten“ war er auch schon.

„Hier habe ich wichtige Schritte als Trainer machen dürfen, um mich selbst weiterzuentwickeln“, sagt der zukünftige SuS-Coach. „Deshalb freue ich mich nicht nur auf die zukünftige Zusammenarbeit, sondern bin ich dem Verein auch dankbar für das, was er mir auf meinem bisherigen Weg möglich gemacht hat.“

„Landesliga wäre natürlich schön“

Wie die Stadtlohner Mannschaft der Saison 22/23 aussehen wird, ist eine der Aufgaben, die Maduschka und die Abteilungsleitung nun angehen werden. „Da folgen jetzt die Gespräche“, bestätigt der neue Coach, der auch der aktuellen Mannschaft schon viel Potenzial bescheinigt. „Ich denke, mit Stadtlohn erwartet uns die spielstärkste und am besten eingespielte Mannschaft der Liga“, erklärte er noch kürzlich vor dem direkten Vergleich. Diese Aussage bestätigt die Stadtlohner Mannschaft zurzeit Spieltag für Spieltag. „Landesliga wäre natürlich schön“, sagt Maduscha, ohne damit fordernd zu sein: „Der Aufstieg ist kein Muss.“ Aber er traut Stefan Rahsing das zu.

Trainer schätzen und kennen sich

„Ich weiß, was ich daran habe, wenn ich Spieler bekomme, die Stefan vorher trainiert hat“, betont Maduschka. Die beiden Übungsleiter kennen sich langjährig und schätzen sich gegenseitig sehr. Maduschka und Rahsing machten nicht nur gemeinsam ihren Trainerschein in der Sportschule Kaiserau. Rahsing trainierte dann die Stadtlohner B-Junioren, Maduschka die A-Junioren.

Im Sommer nächsten Jahres übernimmt Hendrik Maduschka seinen neuen Trainerjob beim SuS. Er freut sich darauf. Seine Mannschaft informierte er ebenfalls am Dienstagabend. „Der SV Gescher hat Verständnis dafür, dass mich der Job bei meinem Stammverein reizt“, sagt Maduschka. Auf ihn wartet die nächste reizvolle Aufgabe – nun wieder beim SuS Stadtlohn.

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