Als Kapitän führte Timo Scherping (l.) den FC Eintracht Rheine zum Saisonauftakt 2020/21 beim Oberliga-Aufsteiger SpVgg Vreden auf das Feld. Im Sommer nächsten Jahres übernimmt er den Trainerposten beim Bezirksligisten Vorwärts Epe. © sak
Fußball

Bezirksligist Vorwärts Epe verpflichtet Timo Scherping als neuen Trainer

Eine Überraschung ist es nicht. Schon seit Tagen, nein Wochen warten die Fußballfans eigentlich nur auf die Bestätigung. Und jetzt ist es offiziell: Timo Scherping kehrt zurück nach Epe.

Der Oberliga-Fußballer des FC Eintracht Rheine gab Vorwärts Epe nach langem Werben die Zusage. Ab der Saison 22/23 coacht der 33-Jährige die Bezirksliga-Fußballer am Wolbertshof – als Spielertrainer natürlich. Die Vereinbarung gilt zunächst für ein Jahr. Für Scherping, der die B-Lizenz hat, ist es die erste Trainerstation.

Schon in früheren Spielzeiten versuchte Vorwärts Epe, den Angreifer für sich zu gewinnen. Vergeblich. Scherping hatte seine Mission in Rheine beim Punktspielkonkurrenten der SpVgg Vreden noch nicht abgeschlossen. Mit jeder Vertragsverlängerung beim Oberligisten war klar: die Grün-Weißen müssen sich gedulden. Doch jetzt übernimmt Scherping in der Saison, die in das 100-Jährige des Vereins im Jahr 2023 mündet.

Zurück nach Epe

Damit kehrt Scherping nach langer, langer Reise zurück nach Epe – doch nicht zurück zu seinen fußballerischen Wurzeln. Das Fußballspielen lernte er in den Bülten, beim Ortsrivalen FC. Aber schon ganz früh wurde Scherpings Talent erkannt. Er verließ die Bülten und spielte fortan höherklassig bei den Junioren des SuS Stadtlohn (bis 2004), Preußen Münster (B- und A-Junioren), bei den Senioren für Preußen Münster (2007 – 2010), Fortuna Düsseldorf II (10/11), Eintracht Nordhorn (2011), SV Meppen (2012 – 2014) und BV Cloppenburg (2014) und bis heute FC Eintracht Rheine. Damit kommt Timo Scherping auf fast 100 Einsätze in den Regionalligen Nord und West sowie etwa 230 Spiele in der Oberliga.

Mister Zuverlässig

In der Emsstadt gefällt es dem Eperaner besonders gut. Schon seit sieben Jahren läuft er für den FC Eintracht auf. Und die Rheinenser wissen, was sie an Scherping haben. Er ist ein Muster an Zuverlässigkeit, trifft regelmäßig für den Oberligisten und ist damit ein Torgarant, wie ihn sich jeder Verein wünscht. Allein 110 Treffer im Eintracht-Trikot wurden für den Eperaner in der Oberliga notiert. In den Spielzeiten 2017/18 mit 24 Toren und 2018/19 mit 20 Treffer gewann er die Torjägerkanone. Schon in seiner ersten Saison (14/15) in Rheine hatte Scherping die Marke von 20 Treffern in einer Spielzeit übertroffen (21). Hinzu kommen ungezählte Vorlagen für seine Mitspieler.

Und auch, wenn der Mannschaftskapitän zuletzt seltener traf: Verlernt hat Scherping das Toreschießen nicht. Auch in dieser Spielzeit netzte er schon wieder sechsmal für den FC Eintracht: dreimal in der Oberliga, dreimal im Westfalenpokal. Zuletzt vor zehn Tagen in Wattenscheid. Außerdem letzte Woche im Kreispokalspiel in Wettringen.

Mitspieler informiert

Am Wochenende hatten die Rheinenser spielfrei. Und das war die Gelegenheit, Verein und Mannschaft über seine Zukunftspläne nach dem erfolgreichen Pokalauftritt in Wettringen zu informieren. Aus der Zeitung sollen seine Mitspieler nicht von seinen Plänen erfahren, bei Vorwärts Epe nun die ersten Schritte als Spielertrainer gehen zu wollen.

Kaderplanungen früh abschließen

„Wir haben in den letzten fünf Jahren immer wieder miteinander gesprochen“, bestätigt Dirk Werenbeck, Vorwärts Epes sportlicher Leiter. Und jetzt war die Zeit reif, zumal Scherping auch wieder in Gronau wohnt. „Mit so einem bekannten Spieler wie ihm hoffen wir natürlich auch, noch den einen oder anderen Spieler mehr nach hier zurückholen zu können“, verdeutlicht Werenbeck Vorwärts Epes Ambitionen, höherklassig spielende Fußballer aus Gronau und Epe für sich zu gewinnen. Namen nennt Werenbeck aber nicht. „Wir sind aber mit einigen in Gesprächen. Dadurch, dass Timo jetzt zugesagt hat, ist es sicherlich für beide Seiten jetzt etwas einfacher.“

Ziel: oben mitspielen

„Timo hat uns in den Gesprächen total überzeugt, wie engagiert, wie freudig, ja geradezu euphorisch er an seine Aufgabe herangehen will“, erklärt Werenbeck, der am Freitagabend die eigene Mannschaft unterrichtete. Die Resonanz darauf sei sehr positiv gewesen: „Das gab ein super Feedback. Viele haben sofort zugesagt, dann auch weiterspielen zu wollen.“ Werenbeck will nun auch schnell, möglichst bis Monatsende, die weiteren Kaderplanungen abschließen.

„Wir wollen oben mitspielen, eine richtig gute Rolle spielen, das mit möglichst vielen Gronauer und Eperaner Fußballern“, gibt Werenbeck das Ziel für die erste Spielzeit unter Timo Scherping vor. Werenbeck: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Timo.“

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