Exakt vor einem Jahr mussten nicht nur die Fußballschuhe für längere Zeit in die Ecke gestellt werden. Die Corona-Krise legte auch den Sportbetrieb lahm. © Jens Lukas
Rückblick

Ein Jahr Corona: Als plötzlich auch im lokalen Sport nichts mehr ging

In den Tagen rund um den 12. März 2020 überschlugen sich die Ereignisse: Durch das Coronavirus war nichts mehr so wie zuvor. Auch im Sport. Ein Abbruch folgte auf den nächsten. Ein Rückblick.

Es ist exakt ein Jahr her, da legte der erste Lockdown im März 2020 die gesamte Sportszene lahm – auch in der Region. Noch am Freitag, 12. März 2020, war die obligatorische Spieltagsvorschau zur Fußball-Kreisliga A in der Münsterland Zeitung erschienen, doch schon am Donnerstag hatten sich die Stimmen gemehrt, dass es mit dem Sportbetrieb vorerst so nicht weitergehen sollte.

Am Freitag überschlugen sich dann die Ereignisse – die Lokalsportseite zu Samstag wurde daraufhin zu einer Zusammenfassung des Status Quo über die verschiedenen Sportarten.

Dass es auch im westfälischen Fußball einen Einschnitt geben sollte, das zeichnete sich – wie gesagt – schon am Donnerstag ab. Andere Sportverbände legten vor. Die Funktionäre des Westdeutschen Basketball-Verbands hatten den Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt. Erstes Ziel war es, den Betrieb nach Ostern wieder aufzunehmen. Kurz darauf zogen die Handballer nach. Der Spielbetrieb im Kinder- und Jugendbereich wurde eingestellt, die Erwachsenen sollten vorerst bis zum 19. April pausieren.

Basketballer legen vor

Dann kamen der Westdeutsche Volleyball-Verband mit seiner Mitteilung, dass der komplette Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werde. Von einer Wiederaufnahme war schon gar nicht mehr die Rede, es sollte zeitnah Informationen zu Auf- und Abstiegen, sprich zur Saisonwertung, geben.

Am Tag darauf machte der Westdeutsche Tischtennis-Verband Nägel mit Köpfen, setzte sich zunächst aber eine Frist bis zum 17. April. Der Turngau Münsterland sagte zunächst bis zum 30. April sämtliche Wettkämpfe ab, Wasserball wurde bis zum 18. April untersagt. Für die Absage von Reitturnieren sei der jeweilige Verein verantwortlich, teilte der Kreisreiterverband mit.

Fußballverband macht den Rückzieher

Schon am frühen Freitagmorgen des 12. März verdichteten sich dann die Nachrichten, dass sich auch eine Spieltagsvorschau in den überkreislichen Spielklassen fürs Wochenende erübrigen sollte. Und so kam es auch, gegen Mittag erfolgte die Generalabsage durch den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen -auch für den Bereich Leichtathletik.

Noch am Tag zuvor hatten sich die Verbandsverantwortlichen auf die Verordnung des NRW-Gesundheitsministeriums berufen, nach der Veranstaltungen mit einem Zuschauer-Aufkommen von 1000 Besuchern stattfinden können. Dann der Rückzieher. Zunächst sollte bis zum 19. April nicht mehr gespielt werden.

Rund zwei Monate später sollte sich zeigen, dass der Ball am ersten März-Wochenende ein letztes Mal in der Saison 2019/20 gerollt sein sollte. Die Fußballsaison wurde abgebrochen – die anderen Verbände hatten es längst vorgemacht. Vor einem Jahr hatte sich gezeigt, wir heftig das Coronavirus auch das lokale Sportgeschehen treffen sollte. Ein Jahr später tut es das immer noch – nun gibt es aber zumindest wieder ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Zumindest für die Fußballer…

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