Der Heeker Torwart Noel Oellerich klärt hier vor Angreifer Felix Wobbe. © Angelika Hoof
Fußball-Bezirksliga

Eperaner bestehen Reifeprüfung in Heek

Im Topspiel der Bezirksliga 11 setzten sich die Gäste mit 2:0 gegen den SV Heek durch. Die Zuschauer sahen ein rassiges Derby mit vielen Karten.

Bombenstimmung herrschte gestern im Dinkelstadion. Dort nämlich fand das farbenfrohe Nachbarschaftsderby zwischen dem SV Heek und FC Epe statt, in dem der Unparteiische sage und schreibe sieben Gelbe Karten – fünf für den SV Heek, zwei für den FC Epe – verteilte. Am Ende siegten die Gäste aus den Eper Bülten mit 2:0 (0:0).

„Ich hatte meiner Mannschaft in dieser Partie einen extrem schnellen Gegner avisiert, gegen den es immer schwer ist zu spielen. Doch wir haben die Reifeprüfung gegen Rainer Hackenfort und den SVH mit Bravour bestanden“, freute sich FC Epes Spielertrainer Andre Hippers über den nunmehr sechsten Sieg in Folge.

Beide Teams hatten zuletzt einen guten Lauf, sodass die Partie schon im Vorfeld Spiel, Spaß und jede Menge Spannung versprach. Von Beginn an lieferten sich die beiden Bezirksligakonkurrenten einen offenen Schlagabtausch. Nachdem zunächst Matteo Schultewolter (8.) für den SV Heek eine Großchance vergab, scheiterte auch Luca Kösters (10.) freistehend vor Niklas Baumann.

Doch auch die Gäste hatten ihre Möglichkeiten, die sie durch Jan Olde-Groote Beverborg (15.), Thorsten Hüsing (27.) sowie Marcel Buß (43.) ebenfalls nicht in Tore umzumünzen wussten. Mit einer Gelben Karte gegen Rainer Hackenfort (45.), der Timo Schönherr unsanft zu Fall gebracht hatte, klang die erste Halbzeit aus.

Schnelligkeit, körperbetonte Aktionen und viele Fouls bestimmten auch die zweiten 45 Minuten, in die der SV Heek mit drei Großchancen startete. Zunächst war es Christian Theuring, der das Leder aus nur sechs Metern Entfernung über das Tor drosch, dann köpfte Heeks Spielertrainer Hackenfort knapp am Eper Gehäuse vorbei und schließlich fand Teun Olthuis in FC-Keeper Niklas Baumann seinen Meister, der an diesem Tag im Tor nicht zu überwinden war. Mit zunehmender Spielzeit wuchs der Druck zum Torerfolg, wobei sich gleich zwei Heeker durch massiv unsportliches Verhalten auszeichneten.

Gelbe Karten zu wenig?

Nachdem zunächst Christian Theuring den Eperaner Jan Olde-Groote Beverborg umgenietet hatte (61.), wurde kurz darauf auch noch Marcel Buß in vollem Lauf durch Matteo Schultewolter von den Beinen geholt (65.). „Zwei klare Fouls: Das hätte nicht Gelb, sondern direkt Rot geben müssen. Sollen sich die Spieler erst die Knochen brechen?“, wetterte ein Eper Anhänger, der sich um die Gesundheit der Spieler ernsthafte Gedanken machte. Den fälligen Freistoß schoss Loris Deiters in den Strafraum, wo sich Jan Olde-Groote Beverborg im Getummel durchsetzte und das Leder zum Führungstreffer über die Linie bugsierte (61.). „Oder auch nicht. Meine Spieler sagten, der Ball hätte auf der Torlinie gelegen. Eine bittere Entscheidung gegen uns“, zweifelte Rainer Hackenfort den Treffer zum 1:0 an. Die Gastgeber steckten nicht auf, warfen noch einmal alles nach vorne, doch das FC-Bollwerk hielt stand.

Deiters verwandelt

Den fälligen Elfmeter nach einem Handspiel im Heeker Strafraum verwandelte Loris Deiters (90.+4) sicher zum 2:0-Endstand. „Wir haben gut gespielt, aber ein klitzekleine Kleinigkeit war der FCE besser“, erkannte Hackenfort neidlos an.

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