Arndt Hilbing (r.) und die Vredener mussten ihre erste Saison-Niederlage einstecken. © Johannes Kratz
Handball

Erste Niederlage: TV Vreden verpasst in Ladbergen den Wendepunkt

Als ersten Gradmesser der neuen Landesliga-Saison hatte Trainer Frank Steinkamp die Partie seines TV Vreden beim TSV Ladbergen im Vorfeld bezeichnet. In dieser lief letztlich einiges gegen TV.

Das Gastspiel in Ladbergen am Sonntagabend hatte aus Vredener Sicht zwei Knackpunkte, die zur ersten Saison-Niederlage des TV führten: Die Schlussphase der ersten Halbzeit und eine Rote Karte Anfang der zweiten. Mit einem 29:33 im Gepäck traten die Gäste die Heimreise an.

Sehr ausgeglichen gestaltete sich die Startphase des Topspiels. Bis zur 18. Minute egalisierten sich beide Teams, keins ging einmal mit mehr als einem Tor in Führung, ehe sich die Gastgeber erstmals ein wenig absetzten (9:6). Danach zeigten die Vredener bis zur Halbzeitpause ihre schwächste Phase der Begegnung.

„Standen uns selbst im Weg“

Weil der TVV etliche Großchancen ungenutzt ließ und die Gastgeber ihrerseits effektiv vor dem Kasten agierten, stand es beim Seitenwechsel 15:10 für Ladbergen. „Bis dahin war es ein Duell auf Augenhöhe, mit unserer Chancenverwertung standen wir uns dann selbst im Weg“, so Trainer Frank Steinkamp rückblickend.

Für seine Sieben kam es nach der Pause aber noch dicker: Erst setzte sich Ladbergen bis auf 18:11 ab, kurz danach schied Johannes Frintrop aus dem Vredener Team aus: Bei einem Konter der Gastgeber geriet er mit einem Gegenspieler zusammen, der Kontakt zog die Rote Karte für den Vredener nach ich. „Aus unserer Sicht hat der Ladbergener den Kontakt provoziert“, so Frank Steinkamp. „In dieser Szene hat man auch gesehen, dass der Gegner mehr Routine hat als wir.“

Den Vredenern fehlte damit ein Mann im Rückraum, trotzdem kämpften sie sich im Verlauf der zweiten Hälfte noch mal ins Spiel zurück. Der Sieben-Tore-Vorsprung der Hausherren (41. Minute) schmolz sukzessive, acht Minuten später hieß es nur noch 28:26. Insbesondere Oliver Abbing mit vier Toren in dieser Phase half den Vredenern bei der Aufholjagd.

„In der Phase hatten wir wirklich die Möglichkeit, das Spiel noch zu drehen“, trauerte Steinkamp den vergebenen Chancen nach. So schlugen in der Schlussphase nochmals die Ladbergener zu und zogen damit in der Tabelle an den Vredenern vorbei. Die haben erst nach der fünfwöchigen Spielpause Gelegenheit, die nächsten Punkte einzufahren.

TSV Ladbergen – TV Vreden 33:29
Vreden: Ramerseder, Wenning – O. Abbing (7 Tore), Röring (5), Rathmer, Wagener (beide 4), J. Abbing, Gehling (beide 3)
Siebenmeter: Ladbergen (7/11); Vreden (3/5)
Zwei Minuten: Ladbergen (4); Vreden (3)

Rote Karte: Frintrop (35.)

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Sportredaktion Ahaus