Neu an Bord: Am Sonntag im Auswärtsspiel beim VfL Ramsdorf stand Dado Sekic (hier mit Kilian Niewerth) zum ersten Mal als Trainer des Bezirksligisten SC Reken in der Verantwortung. © Horst Andresen
Fußball-Bezirksliga

Früherer Stadtlohn-Coach Daniel Sekic jetzt bei einem Kontrahenten

Zuletzt hatte Daniel Sekic seit Oktober 2020 nicht mehr in der Verantwortung gestanden. Jetzt hat der frühere Oberliga-Trainer des SuS Stadtlohn eine neue Aufgabe begonnen – bei einem Kontrahenten des SuS.

Nach der Trennung von Frank Schulz am Donnerstagabend wurden die Verantwortlichen des heimischen Fußball-Bezirksligisten SC Reken auf der Suche nach einem neuen Trainer schnell fündig. Bereits am vergangenen Sonntag beim Auswärts-Derby gegen den VfL Ramsdorf, das bekanntlich am Wulfkamp mit 0:1 verloren ging, saß der Schulz-Nachfolger Daniel „Dado“ Sekic auf der Bank.

Und Sekic ist alles andere als eine kurzfristige Verlegenheitslösung. Rekens Sportlicher Leiter Jan Pels: „Dado war als Ur-Rekener unser absoluter Wunschkandidat und wir freuen uns sehr, dass das geklappt hat. Er ist nicht nur ein Interimstrainer, er wird die Mannschaft auf jeden Fall bis zum Ende der Saison begleiten – mit der Option auf eine Verlängerung.“

Aus der Nachwuchsabteilung schaffte Sekic 1993 den Sprung in die erste Mannschaft und war danach bis 2002 – mit einer Saison Unterbrechung beim FC Rhade – ein unermüdlicher Arbeiter und Strippenzieher im Mittelfeld des damaligen VfL. Zur Saison 2002/2003 wechselte Sekic als Spielertrainer zu Eintracht Coesfeld und führte den Verein von der A-Kreisliga in die Landesliga.

Es folgte ein Jahr als Jugendcoach bei seinem Stammverein, ehe er in der Spielzeit 2015/16 beim SuS Stadtlohn in der Oberliga anheuerte. Weitere Stationen in der Trainerlaufbahn von Dado Sekic waren von 2018 bis 2020 die Oberligisten ASC Dortmund und FSV Duisburg.

Sekic musste nicht lange überlegen

Seit August 2020 ist er nun vereinslos: „Es gab einige Anfragen, aber im Prinzip bin ich sehr froh darüber, dass ich während der unruhigen Coronazeit nicht bei einem Verein in der Verantwortung stand.“ Auch aktuell war der 46-Jährige nicht unbedingt auf Trainersuche, musste aber nicht lange überlegen, als die Rekener Verantwortlichen um Jan Pels auf ihn zukamen: „Ich weiß, dass sich der Klub in einer schwierigen Lage befindet und das in der Trainerfrage ein kurzfristige Lösung gefunden werden musste. Der SC Reken ist mein Verein und aus diesem Grund will ich sehr gerne helfen.“

In seiner „freien Zeit“ als Trainer hat Sekic viele Partien des SCR gesehen, auch weil Bruder Semir und sein Sohn Zinedin im Kader des Bezirksligisten stehen. „Ich kenne die Mannschaft gut, habe auch schon den einen oder anderen Spieler selbst trainiert und kann die Lage einschätzen“, sagt er.

Und er blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Truppe hat auf jeden Fall das Potenzial, die Klasse zu halten. Wir müssen im Training weiter hart und intensiv arbeiten – vor allen Dingen, was das Spiel nach vorne betrifft. Wie zuletzt der VfL Ramsdorf wählen viele Gegner gegen uns eine defensive Taktik. Da gilt es für uns, in der Offensive Lösungen zu finden und vor dem gegnerischen Kasten gefährlicher zu werden.“